Dossier: exhibit! Was passiert, wenn Ausstellung, ausgestelltes Werk und Kunstwerk zunehmend verschwimmen? Über das Ausstellen als  künstlerisches Handlungsfeld Jetzt lesen Praxis“ versammelt mithilfe neuer Perspektiven die vielfältigen Ausformungen des Ausstellens und geht dabei nicht nur der Frage nach, wie Künstler_innen das Zeigen – von Kunst – konzipieren, sondern vor allem wie sie dieses Zeigen – als Kunst – praktizieren.

SUPP-ORT-Ausstellung für Berliner Projektraum

20. Oktober 2020 · Aktionen & Projekte

Die Berliner Projektgalerie zählt zu den ältesten ihrer Art in  Berlin – 1995 eröffnete sie ihre ersten Räume in der Kastanienallee, später auch andere Standorte. 2019 kam ein weiterer Projektraum in der Fuldaerstr. 65 im Stadtteil Neukölln hinzu, mit dem Namen „Walden Kunstausstellungen“. „Bereits nach einen Jahr haben wir, mit der Hilfe großartiger Künstlerinnen und Künstler, spannenden Projekten und Ausstellungen, unseren neuen Standort in Neukölln etabliert. Das ist schnell, doch der Traum ist aus! Umfangreiche, langfristig vorbereitete Projekte mussten abgesagt werden, bei den Corona Soforthilfen fielen wir durch das Raster“, schreiben die Betreiber Gisela Wrede & Reinhold Gottwald. Auch woanders herrscht derzeit in der Berliner Kunstszene Frustration darüber, dass z.B. Luftfahrtkonzerne mit milliardenschweren Subventionen gerettet werden, im Kulturbetrieb jedoch existenzielle Nöte herrschen, vom arbeitslosen Tontechniker bis zu den Betreibern selbstorganisierter Kunsträume. Eine SUPP-ORT-Ausstellung bei „Walden Kunstausstellungen“, an der sich 64 Künstlerinnen und Künstler beteiligen, soll auf die Misere aufmerksam machen. Die Ausstellung läuft vom 25. Oktober bis zum 14. November 2020; am 1. November 2020 wird ein Katalog dazu online gestellt. http://www.galerie-walden.de/

 

 

 

Dazu in Band 264 erschienen: