Tourist*innen-Eintritt in Kölner Dom geplant
Ab Juli diesen Jahres kostet die Besichtigung des weltberühmten Kölner Doms für Tourist*innen Eintritt, wie das Domkapitel gerade bekannt gab.
Die Gottesdienste bleiben auf jeden Fall kostenfrei. Doch die rund sechs Millionen Besucher*innen im Jahr, die nicht als Betende oder Gottesdienstbesucher*innen in die Kirche kommen, sollen ab Sommer 2026 eine Besichtigungsgebühr entrichten, mit der die ständig steigenden Kosten für die Instandhaltung, den Schutz und den Betrieb des Doms mit getragen werden sollen.
Dompropst Guido Assmann beschreibt die Planungen als „Schritt, den wir als Domkapitel wohlüberlegt und im Bewusstsein unserer großen Verantwortung gehen. Er mag manchen als Eingriff in liebgewonnene Gewohnheit erscheinen. Aber er ist alternativlos, wenn wir die Pflege, den Schutz und den laufenden Betrieb des Domes in bewährter Weise fortführen möchten.“ Die Maßnahme könne im besten Fall auch dazu führen, dass der Dom wieder stärker als Gotteshaus und sakraler Raum erlebt wird, wie er weiter ausführt. Domrendant Clemens van de Ven teilte mit, dass die steigenden laufenden Kosten für den Betrieb ohne diese Maßnahme eines Eintrittsgeldes nicht mehr tragbar seien. Details zur Umsetzung und zur Höhe der Eintrittgebühr werden noch geklärt.
Für aktiv Gläubige und Mitglieder*innen des Zentral-Dombau-Vereins soll der Zutritt in den Dom weiterhin frei bleiben. Auch der Zugang zu Bereichen des stillen Gebets und zu den Opferlichtern ist von einem Obolus ausgenommen. Noch ist nicht klar, wie entsprechende Kontrollen ablaufen sollen. Zudem gibt es verschiedene Ideen, an bestimmten Tagen für gezielte Menschengruppen freien Eintritt anzubieten, die momentan diskutiert werden.