USA: Ausstellung über Sklaverei muss wiederhergestellt werden

18. Februar 2026 · Kulturpolitik

In den Debatten um die Darstellung der US-amerikanischen Geschichte, die Präsident Donald Trump seit einiger Zeit vorantreibt, gibt es ein erstes Gerichtsurteil. Wie bereits berichtet, ließ Präsident Trump bereits mehrfach Inhalte aus den Nationalmuseen in Washington entfernen. Zudem baute die dem Innenministerium untergeordnete Nationalparkverwaltung nach Trumps Dekret, das fordert die von ihm für richtig befundene Wahrheit über die Geschichte der USA wiederherzustellen, eine Freiluftausstellung über die Geschichte der Sklaverei vor einigen Wochen in Philadelphia ab.

Die Ausstellung „Freedom and Slavery in the Making of a New Nation“ wurde vor dem ehemaligen Amtssitz früherer Präsidenten gezeigt und von Trump als Beispiel der Verbreitung „spalterischer Ideologie“ benannt. Nach dem Ausstellungsabbau reichte die Stadt Philadelphia Klage ein. Nun hat die amerikanische Bundesrichterin Cynthia Rufe ihr Urteil gesprochen und gibt den Klägern recht. In ihrem Urteilsspruch bezieht sie sich auf den dystopischen Roman „1984“ von George Orwell, wobei sie erklärte, dass die Regierung nicht die Macht besitzen dürfe, historische Wahrheiten zu demontieren oder zu leugnen. Sie ordnete die Wiederherstellung der Ausstellung über die Sklaverei an, worüber sich Stadtratspräsident Johnson öffentlich lobend äußerte. Nach Rufe dürfe die Regierung keine Entscheidungsgewalt über historische Fakten erlangen.


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