Vasyl Cherepanyn kuratiert 14. Berlin Biennale

5. November 2025 · Biennalen
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Die Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst gibt Vasyl Cherepanyn als Kurator der 14. Ausgabe ihrer Biennale im Sommer 2027 bekannt.

Der Kurator und Wissenschaftler Vasyl Cherepanyn arbeitet in Bereichen der Kunst, politischen Philosophie und sozialen Bewegungen, insbesondere mit Fokus auf Osteuropa nach dem Ende der Sowjetunion.

Sein Konzept für die nächste Ausgabe der Berlin Biennale wird Cherepanyn aus der soziopolitischen und kulturellen Landschaft der Stadt Berlin heraus entwickeln. Vasyl Cherepanyn führt aus: „Die Berlin Biennale in die Zukunft zu denken und sie in der Gegenwart zu kuratieren bedeutet für mich, sich voll und ganz einer Zukunft der Kunst und ihrer Vermittlung innerhalb der Stadt zu widmen und aus ihrer sozialen Kontextualisierung in diesem Prozess zu lernen. Als Inbegriff der Zeit nach dem Fall der Berliner Mauer birgt die Berlin Biennale die Möglichkeit, eine Art von Öffentlichkeit zu schaffen, die nicht nur künstlerisch oder akademisch, sondern aus gesellschaftspolitischer Notwendigkeit heraus begründet ist. Für mich basiert dieser Ansatz insbesondere auf Erfahrungen aus der Arbeit in der Ukraine, und er ist gerade jetzt notwendig, da uns der koloniale Krieg Russlands in ganz Europa mit den drängendsten Fragen unserer Zeit konfrontiert.“

Eine internationale Findungskommission wählte Vasyl Cherepanyn einstimmig als Kurator der 14. Berlin Biennale. Der Jury gehörten Akiko Miki, Emma Enderby, Julia Grosse, Marina Naprushkina, Marta Kuzma, Nicola Trezzi und Pablo José Ramírez an. Der Direktor der Berlin Biennale Axel Wieder freut sich über die Ernennung von Vasyl Cherepanyn: „Ich danke den Mitgliedern der Findungskommission ganz herzlich für ihre Expertise und ihre professionelle Arbeit während des gesamten Auswahlverfahrens. Vasyl Cherepanyn bringt eine besondere Perspektive mit für die 14. Berlin Biennale, nicht nur aufgrund seines geografischen Hintergrunds, sondern auch wegen seines kuratorischen Ansatzes, der sich auf kollektive künstlerische Unternehmungen konzentriert, die tief in aktuellen sozialen Kontexten und ihren urbanen Umgebungen verwurzelt sind.“ Seit 1998 findet die Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst alle zwei Jahre an wechselnden Orten in Berlin mit unterschiedlichen Kurator*innen statt.

Vasyl Cherepanyn, 1980 in Iwano-Frankiwsk in der Ukraine geboren, lebt und arbeitet in Berlin. Er promovierte in Philosophie und lehrt unter anderem an der Fakultät für Kulturwissenschaften der Nationalen Universität Kyjiw-Mohyla-Akademie, am Institute for Advanced Studies of the Political Critique in Warschau und der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder). Cherepanyn begründete 2008 das Visual Culture Research Center (VCRC) mit, das die Kyiv Biennale organisiert. 2025 gehört er auch selbst zum kuratorischen Team der Kyiv Biennial 2025, die an verschiedenen Orten gezeigt wird, unter anderem 2026 in den KW Institute for Contemporary Art in Berlin. Cherepanyn hat verschiedene Publikationen herausgegeben und war von 2011 bis 2014 Mitherausgeber der ukrainischen Ausgabe des Magazins Political Critique.

Dazu in Band 305 erschienen:

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