Vorsichtige Museumsöffnungen möglich – Kunstmessen fraglich

28. April 2020 · Nachrichten
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In Italien werden die Ausgangsbeschränkungen in der Region der Lombardei ab Anfang Mai 2020 nur minimal gelockert. Ab dem 4. Mai 2020 dürfen die Italiener „wieder spazierengehen und viele Firmen ihre Produktion wieder aufnehmen. Bars und Friseure bleiben aber geschlossen und Treffen mit Freunden verboten.“ In Frankreich entscheidet das Parlament über vorsichtige Lockerungen ab dem 11. Mai 2020; auch in Spanien diskutieren die Politiker derzeit ähnliche Schritte. „Artnet News“ meldet, dass Belgien und Italien ihre Museen ab Mai wieder öffnen wollen, unter strikten Distanz-Auflagen. Wie die Langzeitstrategien für den Herbst und Winter aussehen, ist unklar. Die Leitung der Art Basel mit Marc Spiegler, Noah Horowitz und Adeline Ooi erklärte in einem Brief, es sei jetzt noch zu früh, um eine Entscheidung zu treffen, ob und wie die Art Basel im Herbst stattfinden könne. Die Stadt Mönchengladbach hat jedenfalls jetzt schon sämtliche Karnevalsveranstaltungen für die Session 2020/21 komplett abgesagt; in den anderen rheinischen Narrenhochburgen von Köln und Düsseldorf zögert man eine solche Entscheidung derzeit noch hinaus. Für die Veranstalter von Kunstmessen stellt sich aber nicht nur die Frage, ob ihre Events im Herbst überhaupt die Pforten öffnen können, denn durch die Verschiebungen der Termine „droht ein Überangebot. Nicht alle Marktteilnehmer dürften die Turbulenzen überstehen“, orakelt das „Handelsblatt“. Da jetzt in der Öffentlichkeit schon Irritationen herrrschen, warum Autohäuser derzeit wieder öffnen dürfen, Möbelhäuser – außer in NRW – jedoch noch nicht, wird für die Politiker im kommenden Herbst die gesellschaftliche Debatte kaum beherrschbar sein, welches Volksfest stattfinden kann und welche andere zeitnahen große Kulturveranstaltungen wie eine Kunstmesse oder ein Theaterfestival eben nicht.

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