Wolf Vostell in Potsdam

14. Oktober 2017 · Museen & Institutionen
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Seine Happenings in den 1960er Jahren waren spektakulär: in Köln machte Wolf Vostell (1932-1998) Stadtführungen durch die damals noch überall sichtbaren Kriegstrümmer und betonierte auf der Straße seinen Opel Kapitän ein, der heute noch als Skulptur „Ruhender Verkehr“ auf dem Hohenzollernring steht. Vostell war Mitbegründer der Fluxus-Bewegung und nahm 1962 an den „Fluxus Internationale Festspiele neuester Musik“ in Wiesbaden teil, zusammen mit Nam June Paik,  Emmett Williams, Ben Patterson, George Maciunas und anderen. In diesem Hernst wäre der Künstler 85 Jahre alt geworden. Aus diesem Ablass zeigt das museum FLUXUS+ in Potsdam bis zum 8. April 2018 in der Dauerausstellung das halbjährige Sonderthema WOLF VOSTELL – SKIZZEN UND SKULPTUREN. Zu sehen sind u.a. „elf Bronzen, die mehrheitlich bisher nicht der Öffentlichkeit gezeigt wurden, in die bestehende Dauerausstellung integrieren. Skizzen,  Fotos und Erläuterungen ergänzen diese Exponate. Insbesondere die Bronze ‚Zwei Beton-Cadillacs in Form der nackten Maja‘ (1986) „ dürfte den älteren Berlinern noch gut in Erinnerung sein. „Die hierzu gehörige Großskulptur auf dem Rathenauplatz in Berlin, am westlichen Ende des Kurfürstendamms, entstand im Rahmen der 750-Jahr-Feier für den Skulpturenboulevard. Die Skulptur wird in Verbindung mit den Autos, die täglich um den Rathenauplatz fahren, zur ‚Ereignis-Plastik‘. Vostell beschrieb den stetig umkreisenden Autoverkehr als ’24-stündigen Tanz ums goldene Kalb‘. Eine Neuerwerbung wird gleichfalls erstmalig gezeigt. Der Objektkasten ‚Luftpumpen-Museum‘ zeugt von Vostells Auseinandersetzung mit der Diskussion um den Neubau für die Kunstsammlung Ludwig in der rheinischen Stadt Köln. Anfang der 1970er Jahre entstand der Wunsch nach einem neuen Museum für diese Sammlung. Vostell entwickelte damals die Idee des ‚Luftpumpen-Museums‘. Die Arbeit von 1972 ist eine ‚Objektfassung‘ dieser Idee.“ www.fluxus-plus.de

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