Yana Foqué übernimmt Grazer Kunstverein

9. Januar 2026 · Personalien

Die belgische Kuratorin Yana Foqué wurde als neue Direktorin des Grazer Kunstvereins ausgewählt. Die 39-Jährige hat ihren neuen Posten zum 7. Januar 2026 angetreten und das von ihr selbst kuratierte Programm wird im April 2026 starten.

Der vorherige künstlerische Leiter Tom Engels verließ den Grazer Kunstverein nach vier Jahren Amtszeit, um Direktor des Münchner Kunstvereins zu werden.

Yana Foqué setzte sich in einem Auswahlverfahren gegen 115 Mitbewerber*innen durch. Von 2019 bis 2025 war sie als Geschäftsführerin und Chefkuratorin und zuvor seit 2015 als Kuratorin beim Kunstverein in Amsterdam tätig. Vorher arbeitete sie als Assistenzkuratorin im niederländischen Vleeshal. Sie gilt als erfahrene, umsichtige Kuratorin, Autorin und Kulturmanagerin. Wie der Vorstand des Grazer Kunstvereins ausführt, zeichnet sich die kuratorische Praxis der in Vilnius lebenden Foqué durch innovative Ausstellungsformate, ein starkes internationales Netzwerk und ein klares inhaltliches Profil aus. Yana Foqué absolvierte ein Masterstudium der Fotografie an der Königlichen Akademie in Ghent und hält einen Master in Grafikdesign der Werkplaats Typografie.

Die neue Direktorin freut sich auf die kommende Tätigkeit und lobt zugleich den Vorstand des Grazer Kunstvereins für seine Weitsicht: „Ich bewundere den Grazer Kunstverein seit langem für seine Widerstandsfähigkeit gegenüber Trends und sein Profil, das stattdessen von aufeinanderfolgenden Direktoren geprägt wurde, die jeweils auf ihre eigene Weise ihre Programme in enger Zusammenarbeit mit Künstlern gestaltet haben. Durch die schrittweise Anhäufung ihrer vielfältigen Ansätze hat der Grazer Kunstverein eine bemerkenswerte institutionelle Stimme entwickelt, die durch einen Vorstand ermöglicht wurde, der sich nicht scheut, sowohl Risiken als auch Besonderheiten zu unterstützen. Räume wie diese werden immer wichtiger und gleichzeitig immer seltener.“

Bezüglich ihrer kommenden Neuausrichtung des Grazer Kunstvereins führt Foqué aus: “Meine Arbeit wird sich weiterhin mit Künstlern befassen, deren Praktiken sich einer einfachen Kategorisierung entziehen – oder, genauer gesagt, deren Praktiken die institutionellen Rahmenbedingungen und Formate offenlegen, in denen wir arbeiten, und dadurch die Denk-, Verhaltens- und Veränderungsprozesse einer Institution beeinflussen.”

Dazu in Band 299 erschienen:


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