Zeitzeug*innen des Holocaust als „Holo-Voices“ nachgebildet
Am 27. Januar 2026, dem Holocaust-Gedenktag, werden der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst und Kulturministerin Ina Brandes gemeinsam mit der Überlebenden Eva Weyl und Abraham Lehrer, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, ein neues, digitales Projekt eröffnen, das an die Opfer der Nationalsozialisten erinnern soll: “Holo Voices”.
In Essen auf dem Gelände der vormaligen Zeche Zollverein sollen Zeitzeug*innen des Holocausts digital in dem Projekt „Holo-Voices“ einen Austausch mit den Besucher*innen ermöglichen. Dies ist ein Versuch, ihre persönliche Stimme über ihre individuelle Lebensdauer hinaus zu erhalten. Um die Erfahrungen der Überlebenden der Schoah für nachfolgende Generationen zugänglich zu machen, wurden mehrere Opfer unter Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Hologramm-Technik als Dialogpartner*innen kreiert, die eine Art der virtuellen Begegnung ermöglichen sollen.
Parallel werden in der Zeche Zollverein zwei Ausstellungen gezeigt, die das Projekt wissensvermittelnd flankieren. Präsentiert wird die Schau „Frag nach!“ des Deutschen Exilarchiv 1933-1945 der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main wie auch die vom Verein Zweitzeugen in Kooperation mit dem Ruhr Museum kuratierte Ausstellung „Unter Tage.Unter Zwang“, die einen ortsspezifischen Bezug nehmen will.