Band 4 / 5
Problem Realismus
Die Medien des Gerhard Richter
„Alle Künstler sind Realisten im Sinne des allgemeinen Sprachgebrauchs, solange sie Dinge realisieren. Aber nicht alle Künstler sind Realisten im Sinne der philosophischen Diskussion. Danach sind nur solche ...
„Alle Künstler sind Realisten im Sinne des allgemeinen Sprachgebrauchs, solange sie Dinge realisieren. Aber nicht alle Künstler sind Realisten im Sinne der philosophischen Diskussion. Danach sind nur solche Realisten, die sich darauf beschränken, die Dinge in der Weise, wie sie ihnen entgegenstehen, zu vergegenwärtigen", leitet Klaus Honnef seine Überlegungen zum "Problem Realismus" am Beispiel Gerhard Richters ein. Honnefs Ausführungen basieren auf einer Betrachtung des ideengeschichtlichen Hintergrundes und einer differenzierten Beschreibung der Arbeiten von Gerhard Richter. In einem ausführlichen Vergleich mit Andy Warhols Bild „129 Die“ legt er dar, was Richters Malerei von der amerikanischen Pop Art unterscheidet Weder Pop-Artist noch Hyper-Realist, vermittle Richter in seinen Arbeiten "das Gefühl für die Brüchigkeit einer jeden Wirklichkeits-Sicht". In seinen Bildern werde "ein intellektuelles Problem umgesetzt in sinnliche Erfahrbarkeit". Zum Thema siehe auch Klaus Honnefs „Versuch über den Realismus“ (Band 44/45, 1981).

