Band 71 / 72

Ein Zweifel am Raum ist unbegründet

In dieser Dokumentation geht es um „Kunst-Besetzer“: „In den vergangenen zwei Jahren haben Künstler und auch Ausstellungsmacher, die mit ihren Arbeitsergebnissen nicht oder noch nicht in den Kunstmarkt eindringen ...

In dieser Dokumentation geht es um „Kunst-Besetzer“: „In den vergangenen zwei Jahren haben Künstler und auch Ausstellungsmacher, die mit ihren Arbeitsergebnissen nicht oder noch nicht in den Kunstmarkt eindringen konnten, nach Ausweichquartieren gesucht, um sich darstellen zu können. Gefunden haben sie diese in leer stehenden Fabrikgebäuden, abbruchreifen Lagerhallen, ungenutzten Schuppen jeglicher Art. Aus der Not haben die Betreffenden nicht nur eine Tugend, sondern gleich auch eine Art künstlerischen Glaubensbekenntnisses gemacht. Die Ersatzlösung avancierte zu einem 'neuen Paradies'. Räume ohne jede Kunst-Aura sollten zum Mekka der Kunst und Künste werden.“ So die Beobachtungen von Heinz Thiel. Der Herausgeber hat sich in den alternativen Kunsträumen umgetan. In Düsseldorf besuchte er beispielsweise Wasa Marjanov in der Ateliergemeinschaft Ratherstraße, im alten Hafen von Antwerpen besichtigte er die umfunktionierte Lagerhalle „Montevideo“. In seinem Essay stellt Thiel die Raum bezogenen Arbeiten zahlreicher Künstler vor, darunter Yvonne Goulbier, Vollrad Kutscher, Georg Dietzler, Boris Nieslony und Richard Wake.


VENEDIG
BIENNALE