Baden-Württemberg: Bündnis für gerechte Verhältnisse veröffentlicht Statement

9. Februar 2021 · Kulturpolitik
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Im Sommer 2020 schlossen sich in Baden-Württemberg verschiedene Institutionen zu einem „offenen, unabhängigen und disziplinübergreifenden Bündnis für gerechte, diverse und inklusive Verhältnisse im Kunst-und Kulturbetrieb“ zusammen. Dazu gehören u.a. die Vorstände und Leitungen des Badischen Kunstvereins Karlsruhe, des Württembergischen Kunstvereins Stuttgart, des Kunstvereins Wagenhalle e.V. oder des Kunstvereins Freiburg. In einem jetzt veröffentlichten Statement heißt es: „Die SARS-CoV-2-Pandemie hat die prekären und ungleichen Verhältnisse innerhalb des Kunst-und Kulturbetriebs erneut aufgezeigt und damit in aller Deutlichkeit seine Zerbrechlichkeit offenbart… Gleichzeitig entscheiden in diesem Betrieb immer noch soziale und ethnische Herkunft, Hautfarbe, Alter, Geschlecht, funktionale Fähigkeiten oder die Zuständigkeit für Sorgearbeit über Zugänge und Ausschlüsse. Die derzeitigen Verhältnisse erlauben es den meisten Betroffenen hier nicht, Rücklagen oder andere Absicherungen aufzubauen und begrenzen die Handlungsspielräume insbesondere von benachteiligten Personen… Konkurrenz, Aufmerksamkeit und das Prinzip des Stärkeren gelten auch im Kunst-und Kulturbetrieb oft als alleiniger Schlüssel zum ‚Erfolg’… Dies und andere Ungleichgewichte führen zu einem fragwürdigen Wettbewerb um Ressourcen, der auf meist intransparenten Zugängen beruht. Die Ersten, die hierbei auf der Strecke bleiben, sind unterschiedlich benachteiligte Menschen. Dem aktuellen, aufgrund der genannten Strukturen sowie der pandemischen Krise drohenden Szenario der Verstärkung von Ausschlüssen und Hierarchisierung („Marktbereinigung“) gilt es dringend entgegenzuwirken… Uns treibt die Sorge um, dass auf die vielen Hilfspakete eine Haushaltssanierung folgt, die die Künste mit aller Härte trifft… Unser Bündnis beschäftigt sich dabei nicht nur mit den alten und neuen, pandemiebedingten Problemen der Künste. Es macht sich auch für einen systemischen Wandel stark, der die Künste mit anderen gesellschaftlichen Bereichen solidarisch denkt…“ Kontakt: info@dasbuendnis.net

Dazu in Band 211 erschienen:

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