Boykottandrohungen: Israel gibt Künstler für Venedig Biennale bekannt
Soeben hat Israel seinen Repräsentanten der 61. Venedig-Biennale bekannt gegeben. Der in Rumänien geborene und in Haifa lebende Belu-Simion Fainaru wird mit einer Ausstellung für Israel ab Mai diesen Jahres auf der Biennale vertreten sein, was erneute Boykott-Forderungen auf den Plan ruft.
Da der eigentliche israelische Pavillon auf dem Gelände der Giardini aktuell noch in Renovierungsarbeiten steckt, wird die Präsentation von Fainaru stattdessen auf dem Gelände des Arsenale stattfinden. Gezeigt wird Belu-Simion Fainarus fortlaufende Installation „Rose of Nothingness“, die in anderer Form bereits im Jahr 2019 im rumänischen Pavillon der Venedig-Biennale gezeigt wurde.
Doch die Ankündigung der Pläne für den israelischen Pavillon werden insbesondere in den Neuen Medien kritisiert. So forderte unter anderem die Künstler*innen-Aktivist*innengruppe „Art Not Genocide Alliance“ die Biennale dazu auf, Israel aufgrund der politischen Ereignisse von der diesjährigen Ausgabe auszuschließen und droht mit der Mobilisierung eines umfassenden Boykotts. Der 66-jährige Bildhauer sieht den Anfeindungen momentan eher gelassen entgegen und setzt auf Dialog. Die Ausstellung „Rose of Nothingness“ von Belu-Simion Fainaru wird vom 9. Mai bis zum 22. November 2026 im Arsenale in Venedig zu sehen sein.
2024 hatte Ruth Patir den israelischen Pavillon bespielt, dieser blieb jedoch auf Wunsch der Künstlerin und der Kuratorinnen geschlossen.
Die kriegerischen Ereignisse zwischen Israel und Palästina ziehen verschiedene Kreise bei der Auswahl künstlerischer Positionen für die Großausstellung mit Länderpräsenz. So hat Südafrika die Teilnahme an der kommenden Biennale gerade zurück gezogen. Auch Australien hatte Probleme, sich mit der Ein- und Ausladung des Künstlers Khaled Sabsabi zu positionieren.
Dazu in Band 296 erschienen: