Documenta-Obelisk in Kassels Treppenstraße

23. April 2019 · Kulturpolitik

Kassels Treppenstraße wurde in der heutigen Form 1953 angelegt und ist damit Deutschlands erste Fußgängerzone. Dort hat man nun für den 16 m hohen Documenta-Obelisken des Künstlers Olu Oguibe einen neuen Standort gefunden. Nach dem Ende der Documenta 2017 hatte es monatelangen kommunalpolitischen Streit um den Verbleib und einen möglichen neuen Standort gegeben. Durch eine Spendenaktion kamen 126.000 Euro zusammen – weit weniger, als der Künstler ursprünglich für einen Ankauf haben wollte. Oguibe erklärte sich dennoch mit dem Ankauf für diese Summe einverstanden, beharrte jedoch zunächst auf dem Königsplatz als Aufstellungsort, wo seine Skulptur während der Documenta-Wochen stand. Als man sich nicht einigen konnte, ließ die Stadt Kassel das Werk im Oktober 2018 abbauen. Mit dem neuen Standort in der Treppenstraße ist Olu Oguibe zufrieden – ihm ist es wichtig, dass seine Arbeit mit der Inschrift „Ich war ein Fremdling und ihr habt mich beherbergt“ dauerhaft im öffentlichen Raum der Stadt verbleibt.

Dazu in Band 248/249 erschienen: