Documenta: Podiumsdiskussion über Antisemitismus

27. Juni 2022 · Aktionen & Projekte
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Die Bildungsstätte Anne Frank und die documenta gGmbH veranstalten am Mittwoch, den 29. Juni 2022 (18.30 Uhr) im UK 14 (Untere Karlstr. 14) in Kassel ein Podium zum Thema „Antisemitismus in der Kunst“. Nach einem Grußwort der hessischen Kunst- und Wissenschaftsministerin Angela Dorn diskutieren auf dem Podium über dieses Thema u.a. Meron Mendel (Direktor der Bildungsstätte Anne Frank) und Hortensia Völckers (künstlerische Direktorin und Vorstandsmitglied der Kulturstiftung des Bundes). Meron Mendel hatte die seit Monaten andauernde Diskussion immer mit einem gewissen Wohlwollen gegenüber der documenta begleitet: Auch nach dem Eklat um das abgebaute Banner von Taring Padi betonte Mendel, „nicht die gesamte Ausstellung sei als antisemitisch zu bezeichnen“. Die Ikonografie im Taring Pad Bild verurteilte er allerdings mit klaren Worten: Das sei „eine klare Grenzüberschreitung… Diese Bilder lassen überhaupt keinen Interpretationsspielraum zu. Das ist klare antisemitische Hetze“. Hortensia Völckers hatte einen Aufruf der Initiative „GG 5.3 Weltoffenheit“ mit unterzeichnet, in welchem zwar der Boykott Israels durch die BDS-Bewegung abgelehnt, aber auch der Bundestagsbeschluss zur BDS-Bewegung kritisch gesehen wird. Die Unterzeichner warten vor einer „zunehmenden Einschränkung der öffentlichen Denk- und Freiräume durch eine missbräuchliche Verwendung des Antisemitismusbegriffes“ und Hortensia Völckers schrieb in einem Statement: „Angesichts globaler Konflikte in einer Weltgesellschaft, die bis heute keine politische Form für eine demokratische und pluralistische Weltinnenpolitik gefunden hat, müssen die kulturellen Akteure sich umso mehr für die Weltsichten, die kulturellen Empfindlichkeiten und die politischen Vergangenheitsdeutungen derer öffnen, die unsere Standpunkte herausfordern“. Unter den YouTube Kanälen der docuemnta und dem der Bildungsstätte Anne Frank ist ein Livestream geplant. https://documenta-fifteen.de/news/podium-zum-thema-antisemitismus-in-der-kunst/

Dazu in Band 267 erschienen:

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