Gropiusbau Berlin: Durch Mauern gehen

8. August 2019 · Preview

In diesen August-Tagen vor genau 30 Jahren begann die „Wende“ in den Ostblockländern: Ungarn öffnete den „Eisernen Vorhang“ an der Grenze zu Österreich; Tausende von DDR-Bürgern setzen sich daraufhin in den folgenden Wochen in den Westen ab. Die oppositionellen Montags-Demonstranten der Bürgerbewegung forderten in der DDR politische Veränderungen ein, und als das SED-Zentralkomiteemitglied Günter Schabowski auf einer Pressekonferenz am 9.November 1989 etwas ratlos verkündete, eine neue Reisefreiheit gelte „sofort, unverzüglich“, war dies eher eine versehentliche, zumindest ungeplante Öffnung der Berliner Mauer. Zum 30. Jahrestag dieser Ereignisse untersucht im Berliner Martin Gropius-Bau die Ausstellung „Durch Mauern gehen“ auf Teilung und Spaltung basierende Machtstrukturen und richtet den Blick auf die damit verknüpften Erfahrungen und Auswirkungen auf individueller und kollektiver Ebene.“ Kuratiert wird die Ausstellung von Sam Bardaouil und Till Fellrath, Art Reoriented. Künstlerisch beteiligt sind Marina Abramović und Ulay, José Bechara, Sibylle Bergemann, Tagreed Darghouth, Jose Dávila, Willie Doherty, Smadar Dreyfus, Melvin Edwards, Dara Friedman, Dora García, Zahrah Al Ghamdi, Mona Hatoum, Nadia Kaabi-Linke, Michael Kvium, Gustav Metzger, Reem Al Nasser, Christian Odzuck, Emeka Ogboh, Anri Sala, Fred Sandback, Aki Sasamoto, Regina Silveira, Siska, Javier Téllez, Samson Young, Yuan Yuan und Héctor Zamora. Lauzeit: 12. Sept. 2019 bis 19. Jan. 2020. http://www.gropiusbau.de

Dazu in Band 109 erschienen:

Dazu in Band 167 erschienen: