Europäische Akademien gegen Rechtspopulismus

7. Oktober 2020 · Kulturpolitik
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„EU-Gerichtshof kassiert ungarisches Hochschulgesetz“ titelte die „Deutsche Welle“. Dass die ungarischen Behörden die Budapester Privatuniversität des Mäzens George Soros zum Umzug nach Wien zwangen, sei „nicht rechtmäßig“ gewesen, urteilten die Luxemburger EU-Richter. Die ungarische Regierung drangsaliere ausländische Universitäten, daher sei das dortige Hochschulgesetz nichtig. Dies ist ein eklatantes Beispiel dafür, wie in den heutigen Zeiten zunehmender rechtspopulistischer Strömungen die Freiheiten der Kunst und der Wissenschaft gefährdet sind. Die Berliner Akademie der Künste ist mit dem Gründungsdatum 1696 eine der ältesten – damals setzten im Zeitalter des Feudalismus Universitäten und Akademien ihre akademischen Freiheiten der Forschung und der Lehre gegenüber den Despoten durch. Heute ginge es um „kulturellen Zusammenhalt und transnationale Solidarität“, erklärte Jeanine Meerapfel, Präsidenten der Berliner Akademie, zum Sinn und Zweck einer dreitägigen Konferenz, die einen Start für die Gründung einer Allianz möglichst vieler Akademien in Europa markieren soll: „Wir wollen mit den Akademien anderer europäischer Länder einen Verbund schließen, in dem wir uns gegenseitig stützen und uns berichten etwa darüber, wo demokratische Vorgänge in Gefahr kommen, wo wir uns gegenseitig helfen können“. Dazu soll ein Manifest erarbeitet werden, mit dem man gemeinsam „gegen rechtsradikale populistische Tendenzen, die es im Moment in ganz Europa und nicht nur dort gibt“ angehen will. An der Allianz wirken mit: Akademie der Bildenden Künste Wien, Royal Academy of Arts, Széchenyi Academy of Letters and Arts, L‘Accademia Nazionale dei Lincei, Real Academia Española, Académie Goncourt, Centre Pompidou und Onassis Foundation. http://www.adk.de

Dazu in Band 205 erschienen:

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