Gerhard Richter will kein eigenes Museum in Köln

3. August 2019 · Museen & Institutionen
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Kölns Alt-OB Fritz Schramma hatte vorgeschlagen, bei der Neugestaltung von Kölns „Historischer Mitte“ an der Südseite des Doms anstelle eines Neubaus für das Kölnische Stadtmuseum dort lieber ein Gerhard Richter-Museum einzurichten. Richter ist Ehrenbürger in seiner Wahlheimat Köln. Der Maler selbst reagierte auf Schrammas Vorstoß eher ablehnend: „Ich will kein eigenes Museum“ zitiert ihn die „Aachener Zeitung“ unter Berufung auf dpa. Wie für ein solches Museum eine Sammlung überhaupt zusammen getragen werden sollte, ist zudem völlig unklar. Gerhard Richter erklärte jedenfalls, er liebäugele damit, einen Teil der Bilder, die sich noch in seinem Besitz befänden, seiner Geburtsstadt Dresden zur Verfügung zu stellen, wo sich bereits ein Gerhard Richter-Archiv befindet. Außerdem gäbe es Überlegungen, einige Werke dem geplanten Museum der Moderne in Berlin zu überlassen. Fazit: für Köln wäre dann nichts mehr übrig. Angesichts der Spitzenpreise, die Richter-Werke derzeit im Kunsthandel erzielen, wäre der Aufbau einer Sammlung durch Ankäufe für die Stadt Köln illusorisch, und ob Dauerleihgaben von Privatsammlern zur Verfügung stünden, ist ungewiss. Manche Insider der Kölner Museumsszene sind der Ansicht, es wäre wohl am Vernünftigsten, statt eines Museums dann lieber einen Gerhard Richter-Saal im Museum Ludwig einzurichten, im Kontext mit den anderen großen Malern des 20. und 21. Jh.

Dazu in Band 131 erschienen:

Dazu in Band 208 erschienen:

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