Dossier: exhibit! Was passiert, wenn Ausstellung, ausgestelltes Werk und Kunstwerk zunehmend verschwimmen? Über das Ausstellen als  künstlerisches Handlungsfeld Jetzt lesen Praxis“ versammelt mithilfe neuer Perspektiven die vielfältigen Ausformungen des Ausstellens und geht dabei nicht nur der Frage nach, wie Künstler_innen das Zeigen – von Kunst – konzipieren, sondern vor allem wie sie dieses Zeigen – als Kunst – praktizieren.

Hiwa K im Museum Abteiberg

19. November 2020 · Museen & Institutionen

Nach dem Ende des aktuellen Lockdowns ist bis zum 9. Mai 2021 im Museum Abteiberg von Mönchengladbach die Ausstellung „HIWA K – ALL CITIES HAVE DESTRUCTION IN COMMON“ zu sehen. Im Zentrum der Ausstellung steht „Raw Materiality“. Es umfasst „das Material seiner langjährigen, vielleicht gar absolut zentralen Auseinandersetzung mit philosophisch-gesellschaftlicher Theorie, die er bei jeder Reise zurück in den Irak unternimmt und zum großen filmischen Komplex einer Langzeitstudie angewachsen ist. Es sind Interviews in der Szene kurdischer Intellektueller im Irak. Er lässt sie über ihre Vergangenheit und ihre Diskussionen der 1970er und 80er Jahre sprechen, intellektuelle Auseinandersetzungen in der Zeit, als in einer schlüsselartigen Verbindung zur Philosophie des Existentialismus einerseits der Individualitäts-Glaube des Neoliberalismus, andererseits der Pessimismus über die Entwicklung der gesellschaftlichen Situation wuchs. Der Begriff des ‚Geworfenseins‘, von dem Sartre, Camus oder Simone de Beauvoir sprachen, war in diesen Diskursen ein enorm wirksames, plastisches Bild für die Auseinandersetzung mit der individuellen und gesellschaftlichen Situation im Nahen Osten, speziell in der Universitätsstadt Sulaymaniyah, wo in den 1970er Jahren der einflussreiche existentialistische Philosoph Muhammad Kamal, heute Professor in Melbourne, lehrte…“ https://museum-abteiberg.de

Dazu in Band 259 erschienen: