Jameel Arts Center, Dubai

23. November 2018 · Nachrichten
Bookmark (0)
Please login to bookmark Close

Jameel Arts Center, Dubai: „In den Emiraten folgt die Entwicklung nicht dem linearen, europäischen Aufklärungsmodell. Hier ist es ein postmoderner Weg: Erst kam der Kunstmarkt, jetzt folgen die Institutionen“, erklärte Antonia Carver. Die Britin, zuvor langjährige Leiterin der Kunstmesse Art Dubai, ist Direktorin des Jameel Arts Centers, das gerade in Dubai eröffnet wurde. Auf 10.000 Quadratmeter sind zehn Galerien, eine Bibliothek und ein öffentlich zugänglicher Skulpturengarten untergebracht. Zur Eröffnung zeigen hier 17 KünstlerInnen Werke zur Geschichte des Öls im Nahen Osten – nicht die umweltbedrohlichen Aspekte, sondern eine alternative Geschichte der Moderne in dieser Region. Die in Jeddah geborene Raja´a Khalid recherchierte dazu in US-amerikanischen Archiven. In Live Style-Zeitschriften fand sie Fotografien aus den 1940er Jahren: Da spielen Mitarbeiter der Ölfirmen Golf, zwischen Pipelines oder auch nur in Unterhosen bekleidet mitten in der Wüste. Die in Berlin lebende Monira Al Qadiri dagegen zeigt die Spitzen von Ölbohrern in ihren wunderschönen Keramiken als Symbole des „Petro-Magie-Tricks, der Allen Reichtum verspricht“, wie sie sagt. Das lichtdurchflutete Kunstzentrum in der Nähe des Creek ist eine Art Kunsthalle, ein Haus für Ausstellungen und Forschung zur Kunst der Region. Es gehört der Saudi-Unternehmerfamilie Jameel, die vor fünf Jahren die Initiative Art Jameel gründeten, um zeitgenössische Kunst und die Bewahrung von Kulturerbe zu unterstützen. In Jeddah unterhalten sie ein eigenes Kunstzentrum, in Kairo betreiben sie ein Haus für Traditionelle Kunst, kooperieren mit dem Metropolitan Museum und dem Londoner Victoria & Albert Museum. Mit der Jameel Arts Center haben sie jetzt die erste nicht-staatliche, privat finanzierte Kunstinstitution in den Emiraten gegründet. www.artjameel.org

Dazu in Band 220 erschienen:

Bookmark (0)
Please login to bookmark Close

Weitere Nachrichten


DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Rosenzart leuchtet das Firmament: Canalettos Gemälde Venedig, der Bucintoro am Himmelfahrtstag an der Mole wurde von Christie’s New York für USD 30.535.000,— versteigert, © CHRISTIE’S IMAGES LTD. 2026

Fragen zur Zeit

Canalettos Himmel, und warum Jackson Pollock noch aktuell ist

Anne Imhof, Sex, 2023, Performance, Rauminstallation, Courtesy: Galerie Meyer Kainer, Wien / Galerie Buchholz, Berlin, Foto: © Anne Imhof

Das inszenierte Selbst

Autofiktion in der Gegenwartskunst

Carolee Schneemann, Interior Scroll, 1975, Performance, © Carolee Schneemann Foundation / Courtesy: Lisson Gallery und P•P•O•W, New York; Estate of Carolee Schneemann / VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Foto: © Peter Moore

Autofiktion in Körper und Gesamtkunstwerk

Entwicklungen einer performativen Selbstüberschreibung

IRWIN, Corpse of Art, 2003–2004, Öl, Leinwand, Holz, Vase mit frischen Lilien, unterschiedliche Dimensionen, geschenkt durch Künstler*innen 2025, Ways of Seeing, Ausstellungsansicht, Muzeum Sztuki in Łódź, Courtesy: Muzeum Sztuki w Łodzi, Foto: Anna Zagrodzka

Bury or Recover the Self?

Über Cathie Pilkington im Freud Museum London und Ways of Seeing im Muzeum Sztuki, Łódź

Agata Słowak, Dzieci Niczyje / No Man’s Children, 2024, Öl auf Leinwand, 130 × 100 cm, Foto: Hannah Mjølsnes

Would you like to eat my heart?

Malerei und Autofiktion im Werk von Agata Słowak.

Ruine München Companions, Conversation Piece, 2023, Foto: Constanza Meléndez

Fragmentarisches Geschichtenerzählen als kuratorisch-künstlerische Praxis im öffentlichen Raum

von Lisa Alice Klosterkötter

Kontaktabzug, Meret Oppenheim fotografiert von Lynne Tillman, Lynne Tillman Papers, NYU Fales Library and Special Collections, Box 9, Ordner 13: Meret Oppenheim

Zwischen den Zeilen

Meret Oppenheim und Lynne Tillman

Kaare Ruud, Weather Forever, 2025, Ausstellungsansichten, Hordaland Kunstsenter, Bergen, Foto: Hordaland Kunstsenter

Wash time free of pastness

Autofiktion in den Arbeiten von Kaare Ruud

Michaela Spiegel, V24_2 / 1, Polaroid, 107 × 88 mm, 2001, Courtesy: die Künstlerin

Bildstrecke

Matthew Barney, CREMASTER 5, 1997, Produktionsaufnahme, © Matthew Barney, Courtesy: der Künstler und Gladstone, New York, Brüssel und Seoul, Foto: Michael James O’Brien.

Matthew Barney

Zwischen narrativer Form und Objektform

Carina Brandes, Ohne Titel (CB088), 2011, Handabzug auf Barytpapier, 22,5 × 29,9 cm, Courtesy: BQ, Berlin

Carina Brandes

Das Weg-nehmen, was schön ist

Zuza Golińska, Mud, Muck, Marsh, 2025, Performerin: Anna Steller, Museum für Moderne Kunst, Warschau, 23.2.2025, Foto: Pat Mic

Zuza Golińska

Schreiben als Selbst-Positionierung in der Bildhauerei

Rinus van de Velde, And when the cigarette smoke slowly but surely drifts away, …, 2024, Kohle auf Leinwand, 180 × 240 cm, Courtesy: Tim Van Laere Gallery, Antwerpen – Rom

Rinus van de Velde

Autofiktion im Medium der Zeichnung

George Condo im Gespräch, Filmdokumentation für die Ausstellung des Musée d’Art Moderne de Paris, 2025, @mamvp, Paris Musées, © Pierre Antoine

George Condo

Meine Identität ist, wer ich nicht bin

Anna Jermolaewa, Please Continue (after Stanley Milgram), 2026, Neonbuchstaben, 99 × 200 cm, Courtesy: die Künstlerin und Galerie Molitor, Berlin, Foto: Choreo

Anna Jermolaewa. You can count on me

Galerie Molitor

7.2.–18.4.2026

David Lynch, Billy (and His Friends) Did Find Sally in the Tree, 2018, Mixed Media Gemälde, 167,6 cm × 167,6 cm, © The David Lynch Estate, Courtesy: Pace Gallery

David Lynch. On View

Pace Gallery

29.1.–29.3.2026

Philip Montgomery, The Viewing, Kettering, Ohio, 2017 © Philip Montgomery

Philip Montgomery American Cycles

American Cycles

PHOXXI, Deichtorhallen

28.11.2025–10.5.2026

Rosanna Graf, Alraune (solo), 2020, Objekt, Samt, Foto: Jens Franke

Die andere Seite der Nacht

Dortmunder Kunstverein

15.2.–17.5.2026

Jelena Bulajić, After Sugimoto, 2023, Gemsbok, Acryl, Farbstift, Grafit auf Leinwand, 42,1 × 54,4 cm, Courtesy: Jelena Bulajić und carlier | gebauer, Foto: T.W. Kuhn

Jelena Bulajić untitled (after)

untitled (after)

Kunsthalle Münster

13.12.2025–29.3.2026

Renate Bertlmann, Farphalla Ventilata, 2003 / 2024, Mixed media, Vibrator und Ventilator, Stahlblech, Federn, Kunststoff, 185 × 50 × 50 cm, © Renate Bertlmann, Foto: Mareike Tocha / Galerie Gisela Clement

Renate Bertlmann Im Visier

Im Visier

Galerie Gisela Clement

24.1.–31.3.2026

Britta Marakatt-Labba, Riegádahttin / Giving Birth / Geburt, 1983, Handstickerei und Applikation auf Leinen, Wollgarn, 29,2 × 45,5 cm, mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin und KORO – Public Art Norway, Oslo, Foto: Norbert Miguletz

Britta Marakatt-Labba Stitched Tracks

Stitched Tracks

Kunsthalle Mainz

30.1.–26.7.2026

Porträt Anna Barham, Foto: Carmela Thiele

Anna Barham delirious mantra

delirious mantra

Badischer Kunstverein

13.2.–14.6.2026

Ausstellungsansicht, Iman Issa. Lass uns spielen, Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München, 2025, Foto: Lukas Schramm, Lenbachhaus

Iman Issa Lass uns spielen

Lass uns spielen

Lenbachhaus

24.11.2025–12.4.2026

VENEDIG
BIENNALE