Kunstakademie Düsseldorf: Jüdische Verbände fordern Ausladung von palästinensischer Künstlerin

16. Januar 2026 · Hochschulen

Für eine Veranstaltung haben Studierende der Kunstakademie Düsseldorf die palästinensische Künstlerin Basma al-Sharif eingeladen. Nun fordern jüdische Organisationen eine Absage der Veranstaltung, da ihrer Meinung nach in Social-Media-Beiträgen der Künstlerin israelbezogener Antisemitismus und Terrorverherrlichung zu erkennen sei.

In einem offenen Brief der drei jüdischen Verbände heißt es, dass Kunstfreiheit dort aufhöre, wo andere Verfassungsgüter berührt würden, wie die Menschenwürde. Hierbei trage die Kunstakademie als Landeseinrichtung Verantwortung.

Die Kunstakademie wies die Forderung bislang zurück und stellt dabei klar, dass Antisemitismus, eine Verherrlichung terroristischer Gewalt oder die Infragestellung des Existenzrechts Israels an der Akademie keinen Platz haben, wie sie in einer Stellungnahme betonen. Weiterhin führt die Akademieleitung aus, dass Kunstfreiheit einen freien Diskurs über das Werk von Künstler*innen voraussetze, weswegen sie auch kontroverse Veranstaltungen von studentischen Initiativen ermöglichen. Zudem sei die Künstlerin Basma al-Sharif aufgrund ihrer international anerkannten künstlerischen Arbeit eingeladen worden. Die Veranstaltung werde von den einladenden Student*innen moderiert und kontextualisiert, sodass ein respektvoller Rahmen gewährleistet sei.


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