LAS Art Foundation und Amos Rex präsentieren Natasha Tontey 2026 in Venedig

15. Dezember 2025 · Aktionen & Projekte

Anlässlich der kommenden 61. Venedig-Biennale geben die LAS Art Foundation aus Berlin und Amos Rex aus Helsinki bekannt, dass sie eine neue Auftragsarbeit von Natasha Tontey im Ateneo Veneto präsentieren werden.

Die Multimedia-Installation der Künstlerin Natasha Tontey erzählt die Geschichte einer Widerstandskämpferin in Indonesien in den 1950er Jahren. Unter dem Titel „The Phantom Combatants and the Metabolism of Disobedient Organs“ wird die Arbeit vom 9. Mai bis zum 25. Oktober 2026 im Ateneo Veneto di Scienze, Lettere ed Arti – der Akademie für Wissenschaft, Literatur und Kunst – am Campo San Fantin in Venedig gezeigt. Das Werk untersucht körperliche Transformation, Minahasan-Symbolik und zeitgenössische militärische Bildsprache und thematisiert Handlungsfähigkeit und Subversion in Zeiten der Überwachung. Thematisiert werden Möglichkeiten des Kriegswiderstands unter anderem in der Unterwanderung von Überwachung in der heutigen technologischen Landschaft militärischer Konflikte, digitaler Kontrolle und des Kampfes um körperliche Handlungsfähigkeit und Selbstbestimmung. In Auftrag gegeben wurde die neue Arbeit von der LAS Art Foundation und Amos Rex, zwei Kunstinstitutionen, die in den letzten 10 Jahren gegründet wurden, um neue künstlerische Praktiken im technologischen Zeitalter zu fördern.

Bettina Kames von der LAS Art Foundation und Kieran Long von Amos Rex führen aus: „Wir freuen uns sehr, bei diesem neuen Auftrag mit Natasha Tontey zusammenzuarbeiten. The Phantom Combatants ist ein Beispiel für unser gemeinsames Engagement, mutigen neuen Künstlern eine Plattform zu bieten, die die neuesten Technologien sowohl als Linse als auch als Gegenstand der Kritik nutzen. Durch die Neuinterpretation einer turbulenten Periode der indonesischen Geschichte anhand der Figur von Len Karamoy öffnet das Auftragswerk ein Fenster zu einer weniger bekannten Perspektive, bietet aber auch eine einzigartige Reflexion über unsere gegenwärtige Situation voller Konflikte und Kontrolle. Tonteys parallele Erforschung der visuellen Verbesserung im Bereich der Biologie durch >Biohacking< und Militärtechnologie bietet eine zum Nachdenken anregende und dennoch spielerische Vision möglicher Zukünfte in diesen unsicheren Zeiten.“

Natasha Tontey ist eine Minahasan-Künstlerin und Forscherin, die in Jakarta und Yogyakarta in Indonesien lebt. Ihre Praxis umfasst Film und Video, Performances und Installationen und untersucht oft alternative Zukunftsszenarien aus der Perspektive marginalisierter Gruppen. Ihre Arbeiten wurden unter anderem im Museum MACAN in Jakarta und im Auto Italia in London gezeigt. Zudem war sie unter anderem bei der MUNCH Triennale in Oslo, der 18. Istanbul Biennale, der 14. Biennale do Mercosul in Brasilien und der Singapore Biennale vertreten.

Dazu in Band 301 erschienen:


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