Lyon Biennale: Catherine Nichols gibt kuratorisches Statement bekannt
Die Kuratorin der diesjährigen 18. Biennale für zeitgenössische Kunst in Lyon Catherine Nichols verkündet die Ausrichtung ihres Ausstellungskonzeptes. So möchte sie von Robert Fillious „Principles of Poetic Economy“ ausgehend erkunden, wie künstlerische Praktiken durch Arbeit, Austausch und Fürsorge geprägt werden. Wie Kunst insbesondere in der Schaffung von Werten in Verbindung zum Wirtschaftsleben steht, ist dabei eine der Fragestellungen.
Wie bereits bei den vergangenen Ausgaben wird sich die Biennale wieder über verschiedene Orte erstrecken und dabei die lange Geschichte der Stadt als Zentrum für Handel, Industrie und Finanzen aufgreifen. Mit Kunstwerken und Archivmaterialien sollen Vorstellungen von Wirtschaft hinterfragt werden.
Die Australierin Catherine Nichols, die als Kuratorin am Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart in Berlin tätig ist, führt aus: „Es ist unmöglich zu ignorieren: Überlegungen zu sozialen und politischen Veränderungen kommen selten weit, ohne die wirtschaftlichen Beziehungen zu berücksichtigen. Inspiriert von den Überlegungen des Künstlers und Ökonomen Robert Filliou darüber, wie Wirtschaftssysteme gedacht und organisiert sind, untersucht diese Ausgabe der Biennale Praktiken, die etablierte Formen des Austauschs und der Zusammenarbeit hinterfragen und überlegen, wie sie anders gestaltet werden könnten. In einer Stadt, die für ihren kommerziellen und industriellen Einfluss bekannt ist, wird die Frage gestellt, wie Kunst die Annahmen, die dem Wirtschaftsleben zugrunde liegen, sichtbar machen und zur Verhandlung stellen kann.“
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