Mehrwertsteuer: Galerien-Protest in Spanien

24. Februar 2026 · Galerien & Auktionshäuser

Zu Protestaktionen der spanischen Kunst- und Galerienszene gegen einen Mehrwertsteuersatz von 21 Prozent kam es in den Museen Reina Sofia in Madrid, MACBA in Barcelona, CAAC Sevilla und IVAM Valencia. Die Protestierenden setzten sich dort auf den Boden.

Die Proteste richteten sich gegen den Kulturminister Ernest Urtasun Domènech und gegen die Finanzministerin María Jesús Montero. In beiden Ministerien schiebt man sich seit langem die Verantwortung für die Besteuerung des Kunsthandels immer wieder gegenseitig hin und her. Bereits Anfang Februar 2026 blieben daher die Galerien in Spanien sechs Tage lang geschlossen. Für die Kunstmesse ARCO Madrid (4. bis 8. März 2026) haben die rund 70 spanischen Galerien weitere Protestaktionen angekündigt. Idoia Fernández, Vorsitzende des spanischen Kunstgalerienverbands APA, sieht in diesem Steuersatz einen klaren Wettbewerbsnachteil in Europa. Denn Deutschland erhebt nur 7 Prozent MwSt. für den Handel mit Gemälden und Skulpturen, Österreich 13 Prozent, Frankreich 5,5 und die Schweiz 8,1 Prozent. In Italien wurde der MwSt.-Satz 2025 wieder auf 5 Prozent abgesenkt.

Dazu in Band 289 erschienen:


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