Museum Ludwig: Anna Boghiguian erhält Wolfgang-Hahn-Preis

8. November 2024 · Preise
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Anna Boghiguian nimmt am heutigen Freitag um 18.30 Uhr im Museum Ludwig den 30. Wolfgang-Hahn-Preis der Gesellschaft für Moderne Kunst entgegen. Anlässlich dessen eröffnet auch ihre Einzelausstellung, die bis zum 30. März 2025 zu sehen sein wird.

Die Künstlerin ist für ihre figurativen Wandmalereien, (Notiz-)Bücher, Zeichnungen, Gemälde, Fotografien und Skulpturen sowie für einige spektakuläre großformatige Installationen bekannt. Ihre Arbeiten entstehen oft spontan und häufig vor Ort, und so hat sie auch für Ihre Ausstellung anlässlich des Wolfgang-Hahn-Preises 2024 vor Ort gearbeitet. Für ihre Installation greift Anna Boghiguian das Gedicht Die Schlacht bei Magnesia und weitere Schriften von Konstantin Kavafis (1863–1933) auf. Der aus Alexandria stammende Poet beschreibt hier ein Gefecht des römisch-seleukidischen Krieges im Dezember 190 vor Christus. Boghiguians Installation in Köln zeigt die zwei gegnerischen Kriegsherren, Philipp V. aus Makedonien sowie den Verlierer Antiochus III. „Die Figuren inmitten von Zeichnungen und Scherenschnitten verbinden Kavafis‘ dichterisch- historischen Kosmos mit der Erzählfreude der Künstlerin“ heißt es.

Carolyn Christov-Bakargiev, die als Gastjurorin eingeladen war, begründet die Auszeichnung Boghiguians wie folgt: „Die Poesie und Einzigartigkeit ihres Werkes sowie ihre Direktheit und Expressivität passen ideal zur Sammlung des Museum Ludwig mit ihren starken expressionistischen Positionen. Anna Boghiguian ist erst in den letzten zehn Jahren international bekannt geworden, so dass dieser Preis nicht für ein Lebenswerk, sondern für eine hochaktuelle Künstlerin vergeben wird. Sie ist ganz und gar zeitgenössisch in ihren Themen und in den Verbindungen, die sie durch ihre Lektüren, Reisen und Internetrecherchen zwischen historischen Geschichten und politischen und ästhetischen Diskussionen unserer gegenwärtigen Welt zieht.“

Boghiguian (geb. 1946 in Kairo) lebt und arbeitet in Kairo, aber auch in Europa, Asien, Afrika und Amerika. Sie nahm an der 11. und 14. Istanbul Biennale 2009 und 2015 teil, sowie an der dOCUMENTA 13 (2012) und der Sao Paulo Biennale 2014 und 2023. 2015 gewann sie den Goldenen Löwen für den besten Pavillon (Armenien) auf der 56. Biennale von Venedig.

Der Wolfgang-Hahn-Preis wird jährlich von der Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig vergeben. www.museum-ludwig.de

Dazu in Band 286 erschienen:

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