Neuer Lockdown: Museen schließen erneut und Kölner Kunstmessen abgesagt

29. Oktober 2020 · Messen & Märkte
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Der neu anberaumte bundesweite Lockdown für den Monat November 2020 trifft auch jetzt wieder die Kulturbranchen hart. So müssen aufgrund der jüngsten „politischen Entscheidungen“ bundesweit erneut die Museen für einen Monat schließen, das verkündeten am gestrigen Abend die Kulturminister, nachdem die Situation des Museumsbetriebs in der Vereinbarung der Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten vom 28. Oktober nicht konkretisiert wurde. Betroffen sind ebenso die Kölner Kunstmessen Art Cologne und Cologne Fine Art und Design, die erneut abgesagt werden mussten. Neuer Termin für beide Messen ist nun der 14 bis 18. April 2021. Bereits vor dem Beschluss für den Museumsbetrieb zeigte sich Prof. Eckart Köhne, Präsident des Deutschen Museumsbundes, pessimistisch. Köhne erklärte gegenüber der Deutschen Welle: „Ich rechne mit einer vierwöchigen Schließung. Zunächst müssen wir abwarten, wie die Länder die Beschlüsse umsetzen. Aber wir gehen davon aus, dass es auch die Museen trifft. Für sie wird es schwierige Einschnitte geben – etwa bei Ausstellungen oder beim Personal. Das bedeutet Verluste: Die Einnahme- und Verdienstausfälle betreffen uns alle…“ Denn die Betriebskosten laufen ja weiter, auch wenn das Museumsgebäude abgesperrt ist: die Klimaanlage kann nicht abgeschaltet werden, es sind Kontrollgänge nötig etc. Die Kunsthalle Kiel hat bereits bis zum 30. November 2020 „alle Veranstaltungen und Programme“ absagen müssen. Für Galerien gelten unterdessen die gleichen Bestimmungen wie für den Einzelhandel; sie können unter verschärften Regeln weiter arbeiten. Die „Stuttgarter Zeitung“ zitiert den Galeristen Thomas Fuchs, er hielte die aktuellen Maßnahmen für angemessen: „Nur wenn wir Corona in den Griff bekommen, können wir Kultur wieder so unbeschwert genießen, wie wir es gewohnt waren.“

Dazu in Band 269 erschienen:

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