Nürnberg: Mit Hochdruck ins Postludium – Kunst auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände

18. Januar 2021 · Hochschulen
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„Mit Hochdruck ins Postludium: Jetzt erst recht. Kunst auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände“ lautet der Titel einer Online-Podiumsdiskussion, zu der die Akademie der Bildenden Künste Nürnberg zusammen mit BauLust e.V. und dem Institut für Kunst und Gestaltung 1 / TU Wien für den 21. Januar 2021 (19 Uhr) einlädt. Unter der Moderation von Prof. Dr. Elke Krasny (Akademie der Bildenden Künste Wien) diskutieren Prof. Dr. Julia Lehner (Kulturbürgermeisterin der Stadt Nürnberg), Prof. Josef Reindl (TH Nürnberg), Christoph Schäfer (ParkFiction, PlanBude Hamburg), Prof. Georg Winter (HBKSaar) und Dr. Mirjam Zadoff (Direktorin NS-Dokumentationszentrum München) über das „Regenbogenpräludium“. So nennt sich eine Kunst-Guerilla-Aktion, die in Zusammenhang mit Nürnbergs Bewerbung als Kulturhauptstadt Europas (die Wahl fiel aber dann auf Chemnitz) vor einigen Wochen die „Führerkanzel“ auf dem Nürnberger Reichsparteitagsgelände mit einem Regenbogen versah. Die Stadt Nürnberg ließ die Farbattacke „rasant“ entfernen. So geht es bei dieser Diskussion nun darum, ob diese Kunst-Guerilla-Aktion „ein Auftakt“ hätte sein können, „ein Vorspiel für weitere Kunst am Gelände, für zivilgesellschaftliche Debatten mit starkem Bezug zum Hier und Jetzt.“ Die Stadt Nürnberg hingegen müsse sich den Vorwurf gefallen lassen, sie verweigere sich Diskursen, die sich der offiziellen städtischen Deutungshoheit über die Geschichte entziehen: „Haben hochgesteckte Ideen wie die einer ‚historisch-politischen documenta‘ von 2003 eher zu einer Ausbremsung? Stehen die zunehmende Musealisierung und die damit einher gehende touristische Kommerzialisierung zu stark im Vordergrund der Wahrnehmung? Was kann heute von Kunst auf dem Gelände erwartet werden? Wie lässt sich das Potenzial des Geländes für eine gesellschaftskritische Debatte nutzen?“ http://www.adbk-nuernberg.de

Dazu in Band 267 erschienen:

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