Plagiate und Urheberrechtsverletzungen

7. Januar 2019 · Kulturpolitik
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Plagiatvorwürfe und Streitigkeiten wegen Urheberrechtsverletzungen hat es auch früher schon gegeben. Doch gewisse Auswüchse in den Pioniertagen des Internet haben inzwischen bei vielen in dieser Hinsicht die Sensibilität geschärft, und so vergeht kaum eine Woche ohne Meldungen über solche Fälle: wegen Verstoßes gegen das Markenrecht verklagten unlängst die verbliebenen Mitglieder der Pop-Band „Nirvana“ vor einem Bezirksgericht in Kalifornien das Modedesign-Label Marc Jacobs International LLC: Marc Jacobs habe sich bei der Gestaltung eines T-Shirts widerrechtlich das „Happy Face“-Logo angeeignet, das der Nirvana-Musiker Kurt Cobain 1991 entworfen hatte. Die Anwälte der Kläger führten aus, die Modekollektion sei nicht von „Nirvana“ autorisiert und daher irreführend, da sie eine Kooperation zwischen den Musikern und dem Modedesigner Jacobs suggeriere, die es in Wirklichkeit gar nicht gäbe. Eine andere Meldung bezieht sich auf eine Urheberrechtsklage, die die Künstlerin Lina Iris Viktor schon vor einem Jahr gegen den Rapper Kendrick Lamar anstrengte: sie wirft ihm vor, für sein Video „All The Stars“ Motive aus ihrer „Constellations“-Serie benutzt zu haben, obwohl sie eine entsprechende Anfrage von Lamars Produktionsfirma abgelehnt hatte. Jetzt heißt es, die beiden Streitparteien hätten jüngst einen Vergleich geschlossen; über dessen Inhalte aber bislang nichts öffentlich bekannt wurde.

Dazu in Band 134 erschienen:

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