Venedig Biennale riskiert Verlust von EU-Zuschüssen bei Teilnahme Russlands

12. März 2026 · Biennalen
Bookmark (0)
Please login to bookmark Close

Nachdem Russland verkündet hat, dass der russische Pavillon auf der kommenden Biennale zu Venedig wieder mit einheimischen Künstler*innen bespielt wird, und sich die Organisator*innen der Kunstbiennale hierzu nicht kritisch positionierten, kritisieren europäische Spitzenpolitiker*innen das Geschehen und drohen mit möglichen finanziellen Folgen bei EU-Zuschüssen.

Glenn Micallef, der für Kultur zuständige EU-Kommissar, und Henna Virkkunen, die EU-Vizepräsidentin für Technologie, Sicherheit und Demokratie, verkündeten bezüglich der geplanten Wiederöffnung des Pavillons von Russland: „Diese Entscheidung der Fondazione Biennale ist nicht vereinbar mit der kollektiven Reaktion der EU auf die brutale Aggression Russlands.“ Sollte die Biennale-Leitung bei ihrer Entscheidung bleiben, wollen die Politiker*innen nun „weitere Maßnahmen prüfen, einschließlich der Aussetzung oder Beendigung eines laufenden EU-Zuschusses an die Biennale Foundation“. Sie positionieren sich klar: „Kultur fördert und schützt demokratische Werte, fördert offenen Dialog, Vielfalt und Meinungsfreiheit und sollte niemals als Plattform für Propaganda genutzt werden.“

Nach Angaben eines Sprechers stellt die EU-Kommission momentan insgesamt etwa zwei Millionen Euro über einen Zeitraum von drei Jahren für die Venice Production Bridge bei der Unterstützung von Filmproduzenten und immersiver Technik zur Verfügung.

Dazu in Band 282 erschienen:

Bookmark (0)
Please login to bookmark Close