Band 77 / 78

Cross Culture

Eine neue Tendenz in der Kunst

Im Gegenzug zur sich zementierenden Fixierung der bildenden Kunst auf "Bilder", auf "Malerei", die in der Mitte der 80er Jahre durchgängig zu beobachten war, taten ...

Im Gegenzug zur sich zementierenden Fixierung der bildenden Kunst auf "Bilder", auf "Malerei", die in der Mitte der 80er Jahre durchgängig zu beobachten war, taten sich junge Künstler (und Nichtkünstler) zusammen und bildeten Gruppen/Bands, die bewusst die neuen Beschränkungen auf einzelne Kunstgattungen unterliefen. "Kunst und Leben" stand wieder zur Debatte, "Kunst und Öffentlichkeit", "Kunst und Medien". Wolfgang Max Faust hat diese Tendenzen, die er unter den von der amerikanischen Kultursoziologie geprägten Begriff der „Cross Culture“ subsumiert, beobachtet. Anhand von drei Beispielen aus West-Berlin – den Gruppen endart und Tödliche Doris sowie dem „Discount-Kaufhaus für Kunst“ – schildert der Autor neue Verhaltensweisen im Bereich der Kunstproduktion, die statt der Isolation die permanente Vermengung von Eigenem und Fremdem suchen.


VENEDIG
BIENNALE