Koelnmesse stellt „photokina“ ein

2. Dezember 2020 · Messen & Märkte

1950 fand in Köln die erste „Photo-Kino-Ausstellung“ statt, später in „photokina“ umbenannt. Das war nicht nur eine Messe für Fototechnik, denn von Anfang an organisierte der Fotosammler und Kurator L. Fritz Gruber (1908-2005) dazu ein künstlerisches Rahmenprogramm, die „photokina-Bilderschauen“. Hier stellte Gruber 1951 den Fotografen August Sander aus und 1956 dessen Kollegen Erich Salomon, und 1956 widmete Griber dem Fotografen May Ray auf dieser „photokina“ eine Einzelschau. 1980 wurden diese photokina-Bilderschauen dann von anderen Formaten abgelöst. Zur letzten photokina 2018 kamen noch immerhin 180.000 Besucher. Nach einer coronabedingten Verschiebung 2020 sollte die nächste photokina 2022 stattfinden, doch wegen des Rückgangs in der Marktentwicklung sagte die koelnmesse die Veranstaltung nun „bis auf Weiteres“ ganz ab. Mit Handys kann man nämlich heute so gute Fotos machen, dass Kleinbildkameras überflüssig werden. Branchenführer wie Nikon, Leica und Olympus hatten daher schon vor der Pandemie auf eine Anmeldung verzichtet, und so strich nun die Messeleitung die „photokina“ ganz aus ihrem Kalender. „Die Branchenschau schwächelte seit vielen Jahren, vor allem auch weil sich Fotografie und Video immer mehr aufs Smartphone verlagert haben“, bilanziert das „Handelsblatt“. http://www.koelnmesse.de

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