Leipzig: "Kunst nach den sozialen Medien"

19. November 2019 · Aktionen & Projekte

Mit Performances von Arvida Byström, Leah Schrager und Andy Kassier wird am 16. Dezember 2019 die Ausstellung „Link in Bio. Kunst nach den sozialen Medien“ im MdbK-Museum der bildenden Künste Leipzig (Laufzeit bis 15. März 2020) eröffnet. Kuratorin ist Anika Meier, die in „Kunstforum“ Bd. 262 (2019) dazu einen Text unter dem gleichen Titel veröffentlicht hat. Sie präsentiert nun mit über 50 Arbeiten, „wie sich Produktion und Rezeption von Kunst im Zeitalter sozialer Medien verändern. In der Ausstellung werden Installationen, Fotografien, Skulpturen, Videos und Gemälde gezeigt“. Die Technik-Euphorie der 1990er Jahre ist verflogen, denn ein Vierteljahrhundert später hat sich herausgestellt, dass „das Netz die klassischen Kunstinstitutionen als Ausstellungsort nicht aushebeln wird“. Die nächste Generation entwickelte dann künstlerische Positionen, die sich mit „Pot Internet Art“ etikettieren lassen. Diesen Begriff prägte die Künstlerin und Theoretikerin Marisa Olson: es ist ein Sammelbegriff für künstlerische Strategien, „statt Kunst im Browser wieder Kunst für den Ausstellungsraum“ zu machen. Zugleich aber greift Social Media Art „die Utopie der Net Art auf, die Kunstwelt demokratisieren zu können. Über Instagram, Facebook, YouTube, Tumblr und Twitter kann das Publikum direkt erreicht werden…“ An der Ausstellung beteiligt sind Thomas Albdorf, Jeremy Bailey, Viktoria Binschtok, Aram Bartholl, Arvida Byström, Nadja Buttendorf, Petra Cortright, Filip Custic, Constant Dullaart, Hannah Sophie Dunkelberg, Anna Ehrenstein, Oli Epp, Tom Galle, Adam Harvey, Lauren Huret, Andy Kassier, Lynn Hershman Leeson, Olia Lialina, Brandon Lipchik, Jonas Lund, Jillian Mayer, Florian Meisenberg, Marisa Olson, Andy Picci, Sebastian Schmieg, Leah Schrager, Kristina Schuldt, Thomas Webb, Steffen Zillig uvm.
s. auch den Essay „Post-Digital Pop“ Instagram durchgespielt“ von Anika Meier in Kunstforum Bd. 264, S. 168 ff. https://mdbk.de/ausstellungen/link-in-bio-kunst-nach-den-sozialen-medien/

Dazu in Band 262 erschienen:

Dazu in Band 264 erschienen: