New York entfernt Roosevelt-Statue

23. Juni 2020 · Kulturpolitik

„Wegen rassistischer Symbolik wird eine Statue des früheren US-Präsidenten Theodore Roosevelt vor dem New Yorker Naturkundemuseum entfernt. Das Monument, das Roosevelt zu Pferd neben einem Indianer und einem Schwarzen zu Fuß zeigt, sei schon seit langem ‚umstritten‘ gewesen“, berichtet Deutschlandfunk Kultur. Auch Roosevelts Urenkel Theodore Roosevelt IV habe der Entfernung zugestimmt: „Die Welt braucht keine Statuen, Relikte einer anderen Zeit, die weder die Werte jenes Menschen widerspiegeln, den sie ehren sollen, noch die Werte von Gleichheit und Gerechtigkeit“, heißt es. Theodore Roosevelt (1858-1919) wurde 1898 zum Gouverneur des Staates New York gewählt und war von 1901 bis 1909 US-Präsident. 1906 erhielt er den Friedensnobelpreis wegen seiner diplomatischen Initiative zur Beendigung des Russisch-Japanischen Kriegs. Die Denkmaldebatte richtet sich auch nicht gegen ihn als Person, sondern gegen die hierarchische skulpturale Darstellung mit ihm erhaben hoch zu Ross und den beiden anderen Figuren tiefer als er platziert. Nur der amtierende Präsident Donald Trump ist gegen die Entfernung und polterte auf Twitter: „Lächerlich, tut es nicht“.

Dazu in Band 37 erschienen:

Dazu in Band 113 erschienen: