Ruhr Ding: Klima

14. Juni 2021 · Aktionen & Projekte
Bookmark (0)
Please login to bookmark Close

Geplant für 2020, auf Anfang Mai 2021 verschoben, sind jetzt endlich alle Stationen des zweiten Teils von „Ruhr Ding“ eröffnet. Stand die auf mehrere Städte im Ruhrgebiet verteilte Ausstellung 2019 unter dem Thema „Territorien“, dreht sich dieses Jahr alles um „Klima“. Kuratorin Britta Peters fasst den Begriff für die 22 Neuproduktionen weit, vom ökologischen bis zum sozialen Klima. Ausstellungsorte sind öffentlich zugängliche Orte, Räume an den Hauptbahnhöfen in Gelsenkirchen, Herne und Recklinghausen, etwa Ana Alensos traumatisch wirkende Installation zum Goldabbau in Venezuela im Alten Wartesaal in Herne. In einem Ladenlokal auf dem Vorplatz des Gelsenkirchener Bahnhofs läuft Ari Benjamin Meyers Audio-Installation „Forecast“: Hier werden Vorhersagen von zukünftigen Ereignissen, von Wetter, von der Zukunft thematisiert. Besonders eindrücklich ist die Ausstellung in der ehemaligen Zeche General Blumenthal in Recklinghausen, wo Monira Al Quadiris von Bohrköpfen inspirierten Skulpturen in den verlassenen Räumen stehen und Kasia Fudakowskis surreale Videos in den damals wohl als luxuriös geltenden Waschkabinen für höhere Bergangestellte laufen. Mit den lose verbundenen Episoden erzählt sie von einer dystopischen Welt, in der zur Verhinderung der Klimakatastrophe Kommunikation in Einheiten unterteilt und bei Strafe streng limitiert ist. Sind die meisten Werke über mehrere Orte in den Städten verteilt, kommen am Silbersee II in Haltern am See sieben Projekte zusammen: Im Wasser schwimmt Raul Walchs Insel, für Surfer hat er Segel mit auffälligen, geometrischen Mustern gestaltet. Mitten aus dem See steigen Luftblasen als Verweis auf Verborgenes auf, womit Jeewi Lee daran erinnert, dass auf dem Areal des Sees früher ein Kriegsgefangenenlager stand. Und für das Ufer entwarf das Duo Mariechen Danz & Kerstin Brätsch eine Sandskulptur mit mikro- und makrokosmischen Formen als Spuren vergangener Zeiten. Geformt von Sandkünstlern, ist das Werk der Witterung ausgesetzt und wird am Ende verschwinden. (SBV)

Ruhr Ding: Klima, 8.5.-27.6.2021, Gelsenkirchen, Herne, Recklinghausen, Haltern am See

Dazu in Band 199 erschienen:

Dazu in Band 199 erschienen:

Dazu in Band 215 erschienen:

Bookmark (0)
Please login to bookmark Close

Weitere Nachrichten


DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Zeichne!

Von der Linie zur Kunst

02 Stefan Marx, Zusammenstellung von 4 Zeichnungen aus der Serie: Zeichnung / Drawing, Berlin 2022, © Stefan Marx

Zeichne!

Ein Instrument fürs Leben, Denken und die Kunst.

Romain Fueler, Ohne Titel, 2022, Alkoholmarker, 21 × 25 cm, © Romain Fueler

Gezeichnet

Sieben aktuelle Positionen

Markus Vater, 2023, in Installation Dark Dogs Frightened Cats Z3 Contemporaries , Schwäbisch Hall, © Foto: Markus Vater, VG Bild-Kunst Bonn 2026

Markus Vater

Es kann überall passieren. Zeichnen ist ein ins Außen verlagertes Denken

Jean Tinguely, Méta-Matic No. 1, 1959, Metall, Papier, Filzstift, Motor, 96 × 85 × 44 cm, Centre Pompidou-CNAC-MNAM, Paris, Inv. Nr. AM1976-544, © bpk / CNAC-MNAM, Foto: Philippe Migeat

Zeichenmaschinen

Zwischen Mechanik, Künstlicher Intelligenz und manueller Produktion

Kristian Jarmuschek, Foto: © Clara Wenzel-Theiler

Ein Medium mit sehr intuitivem, spontanem und emotionalem Potenzial

Ein Interview mit Kristian Jamuschek

Nadine Fecht

Nadine Fecht

Mit 9.000 Kugelschreibern – Modell einer offenen Gesellschaft

Isabelle Brourman, Eröffnungsplädoyers, Prozess wegen Schweigegeldzahlungen, 22.4.2024, Mischtechnik auf handgeschöpftem Shizen-Papier, 48 cm × 64 cm, © Courtesy: Isabelle Brourman; Kommentar der Künstlerin: Die Staatsanwaltschaft legte der Jury dar, dass Trump ein Verbrechen gegen die Demokratie begangen habe. Blanche, Trumps Anwalt, stimmte zu, dass es sich um eine politische Angelegenheit handele – eine Hexenjagd der Staatsanwaltschaft gegen seinen Mandanten

Zeichnen im Gerichtssaal

„Ein Theaterstück mit den extremsten Konsequenzen“

Lee Quiñones © Foto: Stanley Lumax

Lee Quiñones 

Zeichnen war der erste Schritt um die Herausforderungen der Yards zu meistern. Über das Zeichnen in der New Yorker Graffiti-Szene

Michael Tedja, Foto: Tom Haartsen

Michael Tedja

Die Realität ist, dass das Bild ohne Fiktion nicht existieren kann.

Heidi Bruck, Die drei Figuren, 2014, Buntstift auf Papier, 70 × 100 cm, © Courtesy: Galerie ART CRU Berlin, Heidi Bruck

Art Brut aktuell?

Die Galerie ART CRU Berlin und ein Begriff in der Diskussion

Jeff Wall

Kontrollierte, aber unvorhersehbare Prozesse

Vom Tanz mit dem zentnerschweren Pinselpendel

Zur Malerei von Fabienne Verdier

Inge Krause, Foto: Jenny Schäfer

Inge Krause

Irisglimmen

Galerie Mathias Güntner 8.11.2025–28.2.2026

Orlan, Défiguration–refiguration, auto-hybridation précolombienne nr 4, 2016, Mobilier national, Paris, Inv. Nr. BV 511, VG Bild-Kunst, Bonn 2025

Welt aus Fäden

Bildteppiche der Moderne

Museum der Bildenden Künste 11.12.2025–12.4.2026

Cauleen Smith vor ihrer Arbeit Parrots and Ravens, 2025, Foto: Andre Germar

Cauleen Smith

The Volcano Manifesto

Kestner Gesellschaft 12.12.2025–22.3.2026

Ed Atkins, Warm, Warm, Warm Spring Mouths, 2013, HD Video, Dauer 12 Min. 50 Sek., Farbe, Ton, Installationsansicht Incarnate, Langen Foundation und Julia Stoschek Foundation, Foto: Simon Vogel

Incarnate

Langen Foundation 9.11.2025–22.3.2026

Jana Gunstheimer, Into the Garden, 2025, Leimfarbe, Pigment, Lack auf Papier, 176 × 227 cm, Copyright: Jana Gunstheimer, Foto: Jana Buch, Neue Galerie Gladbeck

Jana Gunstheimer

Treibstoff

Neue Galerie 28.11.2025–15.2.2026

John Bock, Hell’s Bells, Summenmutation, 2017, Video, 2017, Farbe 89:26 Minuten, Installationsansicht aus Nixnutz Climax in Haus Mödrath – Räume für Kunst, © John Bock, Courtesy: der Künstler und Sadie Coles HQ, Foto: David Schultz

John Bock

Nixnutz Climax

Haus Mödrath – Räume für Kunst 12.10.2025–30.8.2026

Ausstellungsansicht Kerstin Brätsch, M TAATEM, MUNCH Oslo 2025, Foto: Ove Kvavik

Kerstin Brätsch

MƎTAATEM

Kunstmuseum Bonn 11.12.2025–12.4.2026

Asta Gröting, Foto: Jennifer Endom, © 2024 Asta Gröting, VG Bild-Kunst, Bonn

Asta Gröting

Ein Wolf, Primaten und eine Atemkurve

Städel Museum 5.9.2025–12.4.2026

Ulla von Brandenburg, Ein roter Schatten und ein grüner Geist, 2025, Installationsansicht Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen, © VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Foto: Christian Kleiner

Ulla von Brandenburg

Von Rot bis Grün, alles Gelb vergeht

Wilhelm-Hack-Museum 29.11.2025–6.4.2026

VENEDIG
BIENNALE