Tomàs Saraceno: "Aeroscene" in Wiener Karlskirche

21. November 2018 · Aktionen & Projekte

Als 1713 in Wien die Pest wütete, gelobte Kaiser Karl VI, eine Kirche bauen zu lassen zu Ehren seines Namenspatrons Karl Borromäus. Die Karlskirche, erbaut nach Plänen von Johann Fishder von Erlach, zählt zu den markantesten Beispielen des habsburgischen Hochbarock. Als der Verein der Freunde und Gönner der Kirche 2018 eine Projektreihe „Karlskirche Contemporary Arts“ startete, entschied er sich, dazu vor allem Künstler einzuladen, die sich mit der Architektur auseinander setzen. Ein Jahr lang ist dort nun als erster Beitrag zu der Reihe die Installation „Aeroscene“ von Tomás Saraceno zu sehen. Sie besteht aus zwei riesigen kugelförmigen Skulpturen. Die beiden mit reiner Luft gefüllte Sphären mit einem Durchmesser von über 10 bzw. 7 Metern schweben in der 70 m hohen Kuppel des barocken Gebäudes. Durch den Antrieb mit Sonne und Luft können diese ballonartigen Gebilde große Distanzen zurück legen – für den Künstler ist dies auch ein praktisches Experiment zur Entwicklung eines umweltschonenden Transportmittels der Zukunft. Auch die Lüftze ließen sich dereinst solchermaßen besiedeln. „Es gibt nur wenige Projekte in dieser Dimension in einer europäischen Kirche“, begeisterte sich der Kurator Moritz Stipsicz. http://www.karlskirche.at/

 

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