Zwei Verdächtige nach Diebstahl im Louvre festgenommen

27. Oktober 2025 · Museen & Institutionen
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Nach dem Aufsehen erregenden Juwelen-Diebstahl im Pariser Louvre nahm die französische Polizei eine Woche nach den Geschehnissen zwei Verdächtige in Gewahrsam. Einer der beiden mutmaßlichen Täter wurde wohl am Flughafen beim Versuch der Ausreise nach Algier festgenommen, der andere wurde im Pariser Vorort Seine-Saint-Denis gestellt. Sie sitzen nun wegen des Verdachts auf Bandendiebstahl in Untersuchungshaft.

Identifiziert wurden die maskierten Täter aufgrund von DNA-Spuren am Tatort, die den polizeibekannten Männern in den Dreißigern zugeordnet werden konnten, berichtet France Télévisions aufgrund von Informationen aus Ermittler*innenkreisen. Insgesamt wurde nach vier Täter*innen gefahndet, von denen nur zwei in die Galérie d’Apollon des Louvre eingedrungen seien, während die anderen beiden die Flucht ermöglichten.
Mehr als 100 Ermittler*innen untersuchen den Diebstahl, deren Arbeit zu den beiden Festnahmen führte. Geleitet werden die Ermittlungen von der Brigade zur Bekämpfung von Bandenkriminalität (BRB) und dem Zentralbüro zur Bekämpfung des illegalen Handels mit Kulturgütern (OCBC). Bislang ist der Verbleib des Diebesgutes jedoch noch ungeklärt. Die Konservatorin des Louvre schätzt den Wert der gestohlenen Schmuckstücke der französischen Monarchie auf etwa 88 Millionen Euro.
Laurence des Cars, Direktorin des Louvre, bot nach dem Einbruch ihren Rücktritt an, da die Überwachung der Außenfassade des Louvres unzureichend sei, sodass man die Ankunft der Diebe nicht bemerkt habe. Kulturministerin Rachida Dati lehnte das Rücktrittsangebot von Laurence des Cars ab. Die Direktorin des Louvre hatte den Polizeipräfekten bereits vor zwei Jahren um eine Sicherheitsüberprüfung gebeten, da die Sicherheitsausstattung des Museums an aktuelle Formen der Kriminialität angepasst werden müsse. Der Einbruch löste eine breite Debatte über die Sicherung von Museen und dem Kunst- und Kulturgut nicht nur in Frankreich, sondern auch in vielen deutschen Städten aus.

Dazu in Band 306 erschienen:

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