Prix Ars Electronica Preise vergeben

Der Prix Ars Electronica wird im Rahmen des Festivals Ars Electronica vergeben. Nun stehen die ausgezeichneten Künstlerinnen und Künstler fest.
Frode Oldereid und Thomas Kvam setzten sich mit Requiem for an Exit im Wettbewerb um einen Prix Ars Electronica in der Kategorie „New Animation Art“ durch. Die raumgreifende Installation zeigt einen vier Meter hohen Roboter, der in einem eindringlichen Monolog Genozide der Menschheitsgeschichte reflektiert.
In der Kategorie „Digital Musics & Sound Art“ wurden die beiden kanadischen Künstler Navid Navab und Garnet Willis mit ihrem Projekt Organism ausgezeichnet. Im Mittelpunkt steht eine robotisch modifizierte Orgel, die sich vom rigiden Muster vorgegebener Sakralmusik löst und sich auf unkontrollierbare Klangereignisse einlässt.
Die Argentinierin Paula Gaetano Adi gewann in der Kategorie „Artificial Life & Intelligence“ die Goldene Nica. Auch sie verband in ihrem Projekt Geschichte und Natur mit dem Digitalen. Auf den historischen Spuren der Befreiungsbewegungen Lateinamerikas im 19. Jahrhundert überquert ein Roboter namens Guanaquerx gemeinsam mit einem Trupp aus Tieren und Menschen in sieben Tagen die Anden.
In der Kategorie „u19–create your world“ gibt es neben der Goldenen Nica, den Awards of Distinction und Honorary Mentions auch Hauptpreise für junge Kreative in den Altersgruppen u10, u12 und u14. Unter allen Einreichungen überzeugten Aleksa Jović und Nico Pflügler von der HBLA für künstlerische Gestaltung in Linz. Für ihren experimentellen Kurzfilm Das Ziegenkäsemachen aus der Sicht der Ziege wurden sie nicht nur mit der Goldenen Nica, sondern auch mit 3.000 Euro Preisgeld ausgezeichnet.
Eine Auswahl der prämierten Projekte wird beim Ars Electronica Festival von 3. bis 7. September im Lentos Kunstmuseum Linz und in der Postcity gezeigt. Die Prix Ars Electronica Award Ceremony findet am Donnerstag, dem 4. September, im Design Center Linz statt. Die Trophäe „Goldene Nica“ ist der griechischen Siegesgöttin Nike von Samothrake nachempfunden. Ihre Verleihung ist in jeder der vier Kategorien mit einem Preisgeld von 10.000 Euro verbunden.
Dazu in Band 103 erschienen: