Titel: Biennale Venedig 78 · S. 61 - 221
Titel: Biennale Venedig 78 , 1978

‚Lieber einen trockenen Rinke
als einen nassen…‘

Telefongespräch zwischen Klaus Rinke und Georg Jappe

Rinke.

Jappe. Stör ich Sie?

Ja, läuft grade im Fernsehen ein phantastischer Film über Brände. Gibt’s was?

Nee, nix Präzises. Morgen?

Also was ist los?

Ich erfahre eben, daß Amman ein ‚Venedig-Projekt‘ von Ihnen in einem italienischen Pavillon der Biennale ausstellen wird – was hat es damit für eine Bewandtnis?

Amman ist von den Italienern gebeten worden, als Feuerlöscher, oder wie nennt man das, ich bin von dem Brandfilm ganz – zu fungieren, weil Oliva nicht zu Rande kommt mit dieser Ausstellung ‚Kunst – Natur‘ im Zentralpavillon. Amman hatte angerufen, ob ich was machen könnte, aber ich fahre weg. Und da hab ich ihm erzählt: weißt du, daß ich im deutschen Pavillon sein sollte. Wie! sagte er. Und da hab ich ihm die ganze Geschichte erzählt.

Ja, erzählen Sie doch nochmal.

Ja, ich bin Ende Oktober von Dr. Gallwitz telephonisch aufgefordert worden: Sie wissen ja, daß jetzt die nächste Biennale kommt, ehern, er könnte noch nicht definitiv sagen – dann hat er so ein paar Namen genannt – ob ich mir vorstellen könnte, mit diesen Namen oder mit wem auch immer in ’ne Biennale zu gehen? Ich sollte mal nach Frankfurt kommen – sind wir Essen gewesen. Monika Baumgartl war auch dabei und die Frau Gallwitz. Es war ein ganz offenes Gespräch, und in diesem Gespräch sagte Gallwitz, ööh, er… könnte sich auch einen Rinke alleine vorstellen… und da hatte ich gesagt: also ich will kein Megalomane sein, aber wenn er das vertreten könnte, dann war…

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