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Essay · S. 24 - 32
Essay , 1978

Johnen / Schöttle
Carl Andre – Die Zeit ist der Raum für die menschliche Entwicklung.

Für oder gegen die Kunst der USA nach Rothko/Reinhardt/Newman

Die Ausstellung ‘Skulptur’ in Münster im letzten Sommer hat die Diskussion um dieses Medium neu belebt und auch mehrere Folgeausstellungen bewirkt, die ‘Hilfen zur Begriffs- und Positionsbestimmung der Skulptur in der Gegenwart bieten’ sollen, wie zum Beispiel die Ausstellung ‘z.B. Skulptur’ im Städelgarten in Frankfurt ab Mitte Juni für den Zeitraum eines Jahres).

In der März-Ausgabe der Zeitschrift ‘Das Kunstwerk’ setzte sich Raimer Jochims kritisch bis polemisch mit der Plastik Carl Andres, der in Münster eine spezielle Arbeit angefertigt hatte, auseinander, insbesondere aber mit der Andre-Interpretation von Kurt Johnen, der im Katalog einen grundsätzlichen Aufsatz ‘Die Künstlichkeit des Lebens und die doppelte Künstlichkeit der Kunst’ zur neuen Plastik geliefert hatte. Jochims nennt Andres (Johnens) Haltung ‘repressiv’ und ‘affirmativ’.

Kurt Johnen und Rüdiger Schöttle antworten Jochims in den folgenden zwei Beiträgen (eine Zusammenfassung der Jochims-Thesen findet sich zu Beginn des Beitrags von Schöttle auf (S. 28). Die Redaktion

Kurt Johnen

Carl Andre – Die Zeit ist der Raum für die menschliche Entwicklung

Die Kritik von Jochims an Carl Andre und meiner positiven Stellungnahme zu Andres Arbeit bezieht ihre Argumentation aus dem Raumbegriff, den ich in meiner Interpretation der ‘Endlosen Säule’ von Brancusi einführte und an Carl Andre weiterentwickelte. Dieser Text beabsichtigt, weiteren Unklarheiten und Mißverständnissen, auch in Bezug auf die Frage nach der Subjektivität, die Andre und ich, nach Jochims Meinung, ebenso hassen wie Phantasie, Natur und Gefühl, zu begegnen.

Die gesellschaftliche Bedingtheit von Kunst,…


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