Singapur
Charles Lim Yi Yong

Sea State
Kommissar: Paul Tan, National Arts Council. Kurator: Shabbir Hussain Mustafa

Ort:Pavilion in den Arsenale – Sale d’Armi

An der letzten Edition der Biennale Venedig nahm Singapur nicht teil, ist jeder aber wieder zurück und hat den Raum im Sale d´Armi, der ehemaligen Waffenkammer des Arsenale, nun für 20 Jahre angemietet. Der ehemalige Olympia-Segler Charles Lim repräsentiert den Inselstaat heuer mit seinem Projekt „Sea State“, das er schon 2005 begann. In Singapur würde man kaum das Meer um die Insel herum wahrnehmen, wäre nur noch auf das Land und die Landgewinnung konzentriert, erklärt Lim – das wolle er umkehren. Er erforsche mit SEA STATE „die biophysikalischen, politischen und physischen Umrisse“ Singapurs, informiert uns der Pressetext. Konkret zeigt Lim im Pavillon mehrere Landkarten, Videos von jenen Schiffen, die Sand transportieren, ein Interview mit einem ehemaligen „Sand-Piraten“: Der Mann hatte illegal Sand an den Küsten der benachbarten Länder abgebaut und Singapur verkauft. Mitten im Raum steht eine riesige Boje, die Lin kurze Zeit ins Meer gestellt hat und die sofort von Muscheln besiedelt wurde. Es ist ein kritischer und erschreckend unromantischer Blick auf das Meer, den uns Lim hier bietet. SBV



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