Magazin: Publikationen · S. 163
Magazin: Publikationen , 1982

Die letzte Rache

Am 18. November sendet das ZDF den Film Die letzte Rache, den ersten größeren Spielfilm des Düsseldorfer Regisseurs Rainer Kirberg. In der Vorankündigung des ZDF heißt es: „Merkwürdig fern wirkt die künstliche Welt dieses Märchens. Auch die im Film eingesetzte Sprache – zumeist in schrägen Reimen und von großem Pathos – unterstreicht die extreme Stilisierung. Die manchmal fast antiquiert wirkende Sprache und die pathetische Spielweise der Schauspieler inmitten von märchenhaften Räumen schaffen eine entrückte Kunstwelt. Dieses schwarzweiße Melodram ist durchsetzt von Musik und Liedern, die „Der Plan“, eine Düsseldorfer Gruppe, komponierte, Rainer Kirberg schrieb die Texte.

Die Dekorationen, in denen die Szenen spielen, erinnern an Filme aus der Zeit des Expressionismus; Assoziationen an Längs „Metropolis“ und an „Das Kabinett des Dr. Caligari“ entstehen.“ An den Dekorationen und Ausstattungen des Films waren eine Reihe von Düsseldorfer Künstlern beteiligt, die Galerie Eva Keppel zeigte in einer Ausstellung Requisiten und Dekorationen, die für diesen Film geschaffen worden waren. Im folgenden Text stellt der Regisseur Handlung und Herstellungsweise des Films vor.

Die letzte Rache ist die Tat zweier „mißratener“ Kinder (Sohn und Tochter), die der Herrschaft ihres Vaters auf raffinierte Weise ein Ende machen. Unfreiwilliger Vollstrecker ihres Plans wird der Weltkenner, ein großspuriger, aber nicht unbedarfter Parvenü, der an dem Reichtum jenes Herrschers Geschmack findet. Der Film erzählt den Versuch des Weltkenners, die Macht zu ergreifen, und die Verstrickungen, in die er dabei gerät und die ihn immer mehr zum Spielball des Herrschers werden lassen. Er sinnt auf Rache und befördert damit die Zwecke…

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