Gespräche mit Kunstvermittlern · von Michael Erlhoff · S. 169
Gespräche mit Kunstvermittlern , 1983

New York Now – Kestnergesellschaft Hannover

Ein Gespräch mit C.-A. Haenlein
von Michael Erlhoff

Erlhoff: Warum stellten Sie eine Ausstellung New York Now gerade zu einem Zeitpunkt zusammen, da der Einfluß der amerikanischen Kunst auf dem europäischen Markt schwindet, die New Yorker Galerien italienische Künstler und sogenannte wilde Deutsche ausstellen, und da doch, wenn schon über die USA gesprochen wird, wesentlich von der Westcoast die Rede ist, eben nicht mehr von New York?

Haenlein: Sie sprechen von den Galerien, die deutsche Künstler zeigen, und sie sprechen vom amerikanischen Markt, der aufmerksam geworden ist auf deutsche Künstler – da muß ich natürlich sagen, daß der Markt sicher andere Gesetze hat als ich, wenn ich eine Ausstellung mache. Westcoast – mag sein, daß das interessant ist; ich denke, wir werden da in der nächsten Zeit etwas machen. – New York Now aber ist für mich ein Versuch zu zeigen, was sich in dieser Stadt, die in den Sechziger Jahren so eine unglaubliche Rolle gehabt hat, was sich da jetzt abspielt. Es ist auch der Versuch, so etwas eben ohne den Einfluß des Marktes zu machen. Mich hat interessiert zu sehen, wie es ausschaut, wenn ein 23-jähriger Amerikaner in New York seine erste Einzelausstellung erhält. Da ich in den letzten zwei Jahren dreimal drüben war, hat sich so das Bild dieser Ausstellung geformt. Und es hat sich auch ein Thema abgezeichnet: das des Arbeitens mit Material aus der europäischen Kunstgeschichte. Dies schien mir eine Sache zu sein, die zeigenswert ist.

E.: Was aber ist das Besondere, was das…

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