Hermann Sturm
Pandoras Box: Design
Zu einer Ikonografie der Gestaltung des Nützlichen
Der Begriff des Nützlichen wird hier unter Einschluß von Bedeutungsdimensionen und Sinnfärbungen gefasst, die Wahrnehmungs-, Gebrauchs- und damit Handlungsaspekte, die Genuß und Gefallen und damit ästhetische Aspekte bezeichnen.
Das Erkenntnisinteresse wird in diesem Projekt im wesentlichen von der Frage geleitet: Welches Angebot machen Design-Objekte und Objekte der Alltagskultur als Gegenstände und Mittel zur Selbstdarstellung und Rollendefinition den menschlichen Sinnen. Welche Möglichkeiten eröffnen die Objektangebote dem individuellen und/oder gruppenspezifischen Gebrauch und Genuß, oder aber welchen Zumutungen wird der Nutzende unterworfen.
Das Erkenntnisinteresse schließt aber auch Fragen nach den historischen Entwicklungslinien in den Wechselwirkungen zwischen den Formen gestalteter Lebenswelt, zwischen Kunst, Kunsthandwerk, und Design ein; d.h. Fragen nach Kontinuitäten, Umbrüchen, Abbrüchen, Aufbrüchen in den inter- und intrakulturellen Wechselbeziehungen zwischen gestalteter Objektwelt, ästhetischer Aktivität und ästhetischer Erfahrung. Einbezogen werden dabei Fragen medialer und medienspezifischer Präsentation und Vermittlung; d.h. nach den Modalitäten des Seriellen im alltagskulturellen Kontext, nach dem Zeichencharakter des Wahrnehmungs- und Handlungsfeldes Wohnen und nach den potentiellen Veränderungen im Spannungsfeld von »artificial intelligence« und »artificial life«.
»Es gilt das Nebeneinander der Dinge zu ertragen.«
Gottfried Benn
Pandora – der Mythos von der Verführung
Mythen sind Geschichten von hochgradiger Beständigkeit ihres narrativen Kerns und ebenso ausgeprägter marginaler Variationsfähigkeit. Diese beiden Eigenschaften machen Mythen traditionsgängig; ihre Beständigkeit ergibt den Reiz, sie auch in bildnerischer oder ritueller Darstellung wiederzuerkennen, ihre Veränderbarkeit, den Reiz der Erprobung neuer und eigener Mittel der Darbietung. Es ist ein Verhältnis, das aus der Musik unter dem Titel ‚Thema mit Variationen‘ in seiner Attraktivität für Komponisten wie…
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