Band 23
Muss Kunst verständlich sein?
Zu Beginn der documenta 6 beauftragte die Kulturredaktion des „Spiegel“ Georg Jappe, einen Spiegel-Essay zu schreiben zum Thema „Muss Kunst verständlich sein?“. Der mit der Redaktion im Detail abgestimmte und ...
Zu Beginn der documenta 6 beauftragte die Kulturredaktion des „Spiegel“ Georg Jappe, einen Spiegel-Essay zu schreiben zum Thema „Muss Kunst verständlich sein?“. Der mit der Redaktion im Detail abgestimmte und schon gesetzte Beitrag wurde dann aber von Rudolf Augstein „wutschnaubend“ ohne Begründung aus dem Druck gezogen, ein angekündigter Gegenessay blieb aus. „Kommentar zu Selbstreflektion und Hierarchie dieses Mediums überflüssig“, befand die KUNSTFORUM-Redaktion und übernahm ihrerseits die Veröffentlichung von Georg Jappes Essay. Die Entscheidung wurde auch angesichts der Tatsache getroffen, dass nie zuvor „das Versagen der Kritik so augenfällig, die Nutzlosigkeit für das - breitere - Publikum so evident, wohl weil sie noch nie zuvor von so vielen gleichzeitig in einer bestimmten Sache dringend benötigt worden war“, wie im documenta-Sommer 1977. Weitere Beiträge zum Thema sind Lothar Schmidt-Mühlischs „Sechs Thesen zur Situation der Kunstkritik in Deutschland“ und Wulff D. Rehfus’ Anmerkungen zur „Besucherschule“ Bazon Brocks auf der documenta 6.












