Titel: Erotik in der Kunst heute · S. 156
Titel: Erotik in der Kunst heute , 1981

Jürgen Klauke

geb. 1943 lebt in Köln

die geilen, ekelhaften, obszönen dinge sind in dieser weit bloß das ergebnis der prüderie der wesen, die stets angst vor dem tod gehabt haben, dem man gänzlich entgegengehen muß, doch indem man ihn beherrscht, das heißt, indem man ihn vögelt, bumst und in den arsch fickt, jedoch indem man ihn bei sich verliert, ohne sich dabei selbst zu verlieren, das heißt, indem man sich hält.
A.Artaud

dem hinzuzfügen ist lediglich, daß sich nichts daran geändert hat. Unser Hiersein besteht überwiegend aus Verbotssignalen und im Unterbewußtsein schleppen wir den so – oder so Erziehungswahnsinn mit uns herum.

Ein Leben reicht nicht aus den ganzen Scheißdreck rauszukramen aus den Dunkelkammern unserer Innereien.

Bleibt uns – zu versuchen uns ein bißchen zu befreien und anzunähern an Unbekanntes (an uns selbst) – kurzum uns zu öffnen.
J. Klauke – Sept. 1981

Kostenfrei anmelden und weiterlesen:

  • 3 Artikel aus dem Archiv und regelmäßig viele weitere Artikel kostenfrei lesen
  • Den KUNSTFORUM-Newsletter erhalten: Artikelempfehlungen, wöchentlichen Kunstnachrichten, besonderen Angeboten uvm, jederzeit abbestellbar
  • Exklusive Merklisten-Funktion nutzen
  • dauerhaft kostenfrei

L_Test-Zugang