Titel: Erotik in der Kunst heute · von Gislind Nabakowski · S. 124
Titel: Erotik in der Kunst heute , 1981

Natalia LL

geb. 1943
lebt in Wraclaw (Breslau)

„Die ersten Christen im ganzen und im einzelnen, in der Vergangenheit und in der Zukunft, verfluchen die Natur selbst: sie verdammen sie ganz und gar bis auf den Punkt, darin das Fleisch gewordene Böse, den Teufel in einer Blume, zu erkennen“. (Michelet). Natalias Lachen ist lang und anhaltend. – Sie zeigt ihre Zunge, nimmt eine Banane, nimmt die Banane zwischen die Zähne, wie es eine Katze mit ihrem Jungen tun könnte, schält sie mit dem Mund, wie man nur eine Banane mit dem Mund schälen kann, tut so allerlei mit dem Mund und der Banane, was man nur mit Mund und Banane tun kann – und verspeist sie… Nur im Kontext von ,Sexus und Herrschaft‘ braucht man Symbole. Als ob eine Banane ein Penis sein könnte! Er ist, was er ist, ein Penis. – Als ob ein Mund eine Vagina sein könnte; ein Mund ist ein Mund, eine Vagina ist eine Vagina…“
Gislind Nabakowski in: Heute Kunst Nr. 9, 1975

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