Band 16
Die Arbeit des Fotografen
Die vom Kunstbetrieb lange nicht beachtete Fotografie erlebte Mitte der 1970er Jahre einen ersten Boom, ja schien das Ausstellungsgeschehen in Museen, Galerien und Kunstvereinen regelrecht zu dominieren. Diese Entwicklung – und ...
Die vom Kunstbetrieb lange nicht beachtete Fotografie erlebte Mitte der 1970er Jahre einen ersten Boom, ja schien das Ausstellungsgeschehen in Museen, Galerien und Kunstvereinen regelrecht zu dominieren. Diese Entwicklung – und natürlich den 150. Geburtstag des Mediums – nahm KUNSTFORUM zum Anlass, die Fotografie ins Zentrum mehrerer Dokumentationen zu rücken. Klaus Honnef konzipierte zwei Bände, in denen es zunächst einmal darum ging, Basiswissen zu schaffen. Zur Einleitung in die Materie analysiert Honnef am Beispiel einer Fotografie von Bernd und Hilla Becher die Parameter des Mediums und arbeitet detailliert heraus, wie und warum sich das fotografische Bild vom gemalten Bild unterscheidet. Ebenfalls am Beispiel von Bernd und Hilla Becher, jedoch aus einem anderen Blickwinkel, beschäftigt sich Lothar Romain mit den spezifischen Qualitäten des Bildmediums. Skizzenhaft entwirft er die Verständnismöglichkeiten der Fotografie einerseits als "ästhetisch ambitionierte", andererseits als Dokumentationsmedium. Hintergründe über den - seinerzeit - neuen Markt der Vermittlung und vor allem des Handels mit Fotografien vermittelt ein Interview mit Jürgen Wilde, Deutschlands erstem Fotogaleristen. Dem Leser erschließen sich Aspekte wie Marktmechanismen, Bedeutung und Entwicklung der internationalen Fotoszene wie auch über Stilrichtungen innerhalb der Fotografie. Erläuterungen zu Geschichte und Techniken der Fotografie sowie eine 120seitige Bilddokumentation mit Werken von acht Klassikern runden den ersten Teil der Dokumentation ab. Weitere Aspekte des Mediums erläutert Honnef in Band 18 (1976).



















