Folkwang-Professor Albrecht: Veröffentlichung in „Nature“ über US-Wissenschaftspolitik
Kim Albrecht ist seit Januar 2025 Professor für Informationsdesign im Fachbereich Gestaltung an der Essener Folkwang Universität der Künste. In der Januar-Ausgabe des renommierten britischen Wissenschaftsmagazins ist er mit einer Veröffentlichung über „Lost Science“ und einer Präsentation auf dem Cover vertreten.
Darin analysiert er die Auswirkungen der US-Wissenschaftspolitik in der zweiten Amtszeit von Präsident Donald Trump. Grundlage des Projektes ist die Auswertung von über 7.800 gestrichenen oder eingefrorenen Forschungsförderungen mit einem geschätzten Förderverlust von 32 Milliarden US-Dollar.
Prof. Kim Albrecht: „Der politische Druck auf wissenschaftliche Institutionen ist in den USA derzeit spürbar hoch, unabhängig davon, ob er offen oder indirekt ausgeübt wird. Ich habe in meinem bisherigen Berufsleben noch nie eine vergleichbare Menge an Daten ausgewertet… Die Resonanz auf das Projekt verdeutlicht, wie dringlich es ist, Verlust, Streichung und das Verschwinden wissenschaftlicher Strukturen darzustellen… Ich habe von 2015 an fast ein Jahrzehnt in Boston an unterschiedlichen wissenschaftlichen Institutionen gearbeitet. Zu erleben, wie ein System, dem ich persönlich und professionell viel verdanke, unter Druck gerät und beschädigt wird, war schwer auszuhalten. Vor diesem Hintergrund habe ich begonnen, systematisch nach geeigneten Datenquellen zu suchen und schließlich das Projekt zu den verlorenen Forschungsförderungen vorgeschlagen…“
Dazu in Band 307 erschienen: