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Aktueller Band
Das inszenierte Selbst
Autofiktion in der Gegenwartskunst
Das inszenierte Selbst beschreibt eine künstlerische Praxis, in der Subjektivität zum Material wird und Identitätskonstruktionen entstehen, die fiktional in größere gesellschafts-politische Kontexte verwoben werden. Die Gastherausgeberinnen …
Das inszenierte Selbst beschreibt eine künstlerische Praxis, in der Subjektivität zum Material wird und Identitätskonstruktionen entstehen, die fiktional in größere gesellschafts-politische Kontexte verwoben werden. Die Gastherausgeberinnen Rosa Windt und Anna Kipke untersuchen im aktuellen FOKUS diese Formen autofiktionaler Kunst in Essays und Interviews. So können Künstler*innen z. B. den eigenen Körper in feministischer Selbstermächtigung zum Akteur erklären und ihn produktiv und widerständig inszenieren, oder biografischen Spuren folgen und Leerstellen historischer Lebenswege offenlegen. Ebenso können sich biografische Erinnerungen mit ortsspezifischen Recherchen zu einer Erzählung vereinen und kollektive Erfahrungsräume entstehen, es kann aber auch eine malerische Form der Selbstdarstellung auftreten, die offenlässt, inwieweit etwas preisgegeben oder fiktionalisiert wird. Im FORUM des Bandes streifen wir u. a. durch die diesjährige Kulturhauptstadt Oulu in Finnland, sprechen mit Brigitte Franzen, neue Direktorin des Bauhaus Archivs sowie mit Marion Ackermann, Generaldirektorin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin; wir erfahren in der Serie Digital Bodies, wie ekstatische Körper den Kunstkontext erobern, erforschen das Werk von George Condo, der den „Realismus des Künstlichen“ prägte und entdecken die fragmentierten Körper von Katrin Ströbel; wir besuchen den österreichischen Maler Tobias Pils in seinem Wiener Atelier, blättern neue Lektüren durch und werfen einen Blick auf die aktuelle Ausstellungslandschaft.

Titelbeiträge
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Tobias Pils
Atelierbesuch beim österreichischen Maler in Wien

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