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Parasitäre Paradoxa

Kunst zwischen Anpassung und Widerstand

Skandale und Protestformen sind längst als marktkonforme Strategien im Spektakel des kapitalistischen Kunstbetriebs aufgegangen und damit wirkungslos geworden. Welche politische Wirksamkeit kann Kunst also noch haben? Welche Form des ... WEITERLESEN Widerstands kann noch eine Störung – und daraus hervorgehend eine Änderung des Systems – darstellen? Der vorliegende KUNSTFORUM Band beschäftigt sich mit künstlerischen Produktionen, die parasitär vorgehen, d.h. dass sie manipulativ zwischen Anpassung und Störung schwingen, um zu irritieren und damit neue Arten des Sehens und Agierens zu entwickeln. Anschließend an die Definition des französischen Philosophen Michel Serres, der den Parasiten als jemanden beschreibt, der/die transformierend wirkt, indem er/sie festgelegte Ordnungen durcheinanderbringt, untersuchen die Autor*innen des Bandes künstlerische Strategien, die Machtpositionen in Frage stellen oder sich aneignen, um über eigene Aktionen auf gesellschafts-politische und wirtschaftliche Missstände hinzuweisen. So können Künstler wie Juan Carlos Romero durch die Taktik der Camouflage unbemerkt innerhalb des Systems agieren, das Kollektiv UBERMORGEN über die Manipulation von legalen Suchfunktionen illegal in die Informationskanäle von Amazon eindringen oder Künstler*innen wie Yayoi Kusama und Takashi Murakami ihre künstlerische Sprache über die Luxusindustrie verbreiten. Aber das Parasitäre kann sich auch in Architekturen zeigen, wenn Künstler*innen mit temporären Behausungen wie Jakob Wirth mit dem Penthaus à la Parasit in einer „Aneignung von oben“ die Dächer besetzt, um Wohnraum zurückzuerobern. VERBERGEN

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