Dossier: Cuteness

Dossier: Cuteness

News, Hintergründe und Rückblicke

Darf Kunst niedlich sein? Kunst und Niedlichkeit sind zwei Begriffe, die lange im Widerspruch standen. „Cuteness" wurde als eines der letzten Tabus der Bildenden Kunst und oft als Kitsch abgestempelt. Doch ist das noch zeitgemäß? In den letzten Jahren setzt sich vor allem durch die Globalisierung und Soziale Netwerke eine neue künstlerische Begeisterung für das Süße, Liebe und Kuschlige durch, die den aktuellen Kunstkanon herausfordert. Das Niedliche etabliert sich immer mehr als ästhetische Kategorie und eröffnet neue künstlerische Ausdrucksmöglichkeiten. Der KUNSTFORUM International Band 289 „Cuteness. ... Darf Kunst niedlich sein? Kunst und Niedlichkeit sind zwei Begriffe, die lange im Widerspruch standen. „Cuteness" wurde als eines der letzten Tabus der Bildenden Kunst und oft als Kitsch abgestempelt. Doch ist das noch zeitgemäß? In den letzten Jahren setzt sich vor allem durch die Globalisierung und Soziale Netwerke eine neue künstlerische Begeisterung für das Süße, Liebe und Kuschlige durch, die den aktuellen Kunstkanon herausfordert. Das Niedliche etabliert sich immer mehr als ästhetische Kategorie und eröffnet neue künstlerische Ausdrucksmöglichkeiten. Der KUNSTFORUM International Band 289 „Cuteness. Das Niedliche als ästhetische Kategorie" beleuchtet den Bedeutungswandel dieser umstrittenen Ästhetik, fragt nach den Grenzen zum Kitsch, analysiert die Kategorie im Sinne einer gewaltkritischen Queeren Theorie und gibt Einblicke in das künstlerische Schaffen rund um Niedlichkeit u.a. von Stefan Rinck, FriendsWithYou, oder Cosima von Bonin. Wie kann sich das Niedliche zu Nutze gemacht werden? Vielleicht gerade über die Ambivalenzen, die diese Kategorie mit sich bringt?

Der Themenband 289:
  • Der Einleitungsessay von Annekathrin Kohout „Niedlichkeit erlaubt!" diskutiert den Bedeutungswandel von „Cuteness" und wirft einen Blick auf die damit verbundenen Potentiale und Herausforderungen
  • Katrin Köpperts Überlegungen zu einer queeren Theorie des Niedlichen betrachten die Möglichkeiten und Praxen des Widerständlichen dieser Ästhetik
  • Der Essay Kuschelkunst von Wolfgang Ullrich analysiert das Niedliche aus kunsthistorischer Sicht und beleuchtet die geschlechtliche Konnotation des Themenfeldes
  • Die Positionen von Sebastian Jung, Ulala Imai, Super Nhozagri Kingdom, Avery Gia Sophie Schramm, Cosima von Bonin, Mona Broschár und Mark Ryden geben Einblicke in die künstlerische Auseinandersetzung mit „Cuteness"
  • und vieles mehr....

Cuteness — Das Niedliche als ästhetische Kategorie.

01 Rachel Maclean, Dr Cute, 2019, Videostill, beauftragt von Birmingham Museum & Art Gallery in Zusammen arbeit mit Arts Council Collection

Niedlichkeit erlaubt!

Bedeutungswandel einer umstrittenen Ästhetik

04 Jeff Koons, Yorkshire Terriers, 1991, Polychromes Holz, 44,5 × 52,1 × 43,2 cm, © Jeff Koons

Cuteness und Kitsch

Die Niedlichkeit und das Selbst

01 Harry Hachmeister, Von Disko zu Disko, Ausstellungsansicht, Foto: Sophia Kesting, © Harry Hachmeister / VG Bild-Kunst Bonn, 2023

Queer Cuteness

Überlegungen zu einer queeren Theorie des Niedlichen

04 Alake Shilling, Buggy Bear Loses Control on the Long and Winding Road, 2019, Öl, Styropor, Glitzer auf Leinwand, 127 × 152 cm, Courtesy: die Künstlerin.

Ernsthaft niedlich

Wie Künstler sich die Ambivalenzen des Niedlichen zunutze machen

So cute!

Positionen zur zeitgenössischen Betrachtung von Cuteness

FriendsWithYou Gründer Samuel Albert Borkson und Arturo Sandoval III, Foto: Ira Chernova

FriendsWithYou

Niedlichkeit ist Punk


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